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13.08.2021 | 05:45

Ohne Trinkwasser bist du …? Standard Lithium, RWE, Memiontec

  • Standard Lithium
  • RWE
  • Memiontec
Bildquelle: pixabay.com

Der Raubbau der Menschheit an der Natur und die Nichtbeachtung von zyklisch wiederkehrenden Abläufen in der Natur, kostet aufgrund der weltweit stark wachsenden Bevölkerung immer mehr Menschen das Leben. Wussten unsere Vorfahren noch von dem Wissen, wie man im Einklang mit der Natur und etwa respektablem Abstand zum Wasser lebte, ist dieses Wissen heute fast vollständig verloren gegangen. Auch die Verschmutzung von Grund- und Oberflächenwasser über die Flüsse durch Medikamentenrückstände, Mikroplastik und Chemikalien, zerstört einen wesentlichen Rohstoffe der Menschheit: Das Süßwasser! Da nur 2,6 – bis 3,5% des 'blauen Planeten' Erde als Süßwasser nutzbar sind, wird Wasseraufbereitung und Wasserumleitung immer wichtiger. Ohne Flüssigkeit ist der Mensch innerhalb von drei Tagen tot.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Dr. Tim Faustmann
ISIN: STANDARD LITHIUM LTD | CA8536061010 , Memiontec Holdings Limited | SGXE56008290 , RWE AG INH O.N. | DE0007037129


 

Wasseraufbereitung in Asien

Auf die stark wachsenden Städte in China, Indonesien aber vor allem dem Stadtstaat Singapur, ist das Unternehmen Memiontec (WKN: A3CPVK ISIN: SGXE56008290 Ticker: 890) spezialisiert. Als Spezialist für Wasser- und Abwassermanagement bietet das Unternehmen den Kommunen, Städten und Industrieunternehmen Komplettlösungen für das Frisch- und Abwassermanagement wie auch Wasseraufbereitungslösungen an. Mit der gesamten Wertschöpfungskette im Wassersegment, ist das in Indonesien beheimatete Unternehmen einer der ersten Ansprechpartner. Damit etwa auch für die nationale Wasserbehörde von Indonesien oder den staatlichen Infrastrukturentwickler Jakpro. Mit Hilfe von Membranen, Ionenaustauschern und - je nach Bedarf - einer Kombination von physikalischen, chemischen und biologischen Prozessketten in der Wasserreinigung, wächst das Unternehmen sehr stark in Ostasien.

Die Umsatzerlöse im letzten Jahr 2020 stiegen zum Vorjahr um 18,1% auf umgerechnet 25,61 Millionen USD an. Zum 30. Juni 2021 ist der Auftragsbestand auf über 60,38 Mio. USD angewachsen. Im ersten Halbjahr konnte das Unternehmen zudem 19,91 Mio. USD als Umsatz abarbeiten, was zum Vorjahreszeitraum ein Anstieg von 86,1% entspricht. Durch die hohen Auftragsbestände und die stetig steigende Nachfrage, dürfte das Unternehmen zum Jahresende mit einem Gesamtjahresumsatz von 43 bis 45 Mio. USD kalkuliert werden, so dass ein Wachstum von 65% bis 75% zu erwarten ist. Bei einem Anlagevolumina von ca. 29,27 Mio. USD und davon 11,25 Mio. USD Cash, ist das Wachstumsunternehmen mit derzeit 40,75 Mio. USD sehr günstig bewertet.

Wasserversorgung normalerweise A & O bei Lithium

Nicht nur für Kommunen und Städte ist die Wasserrückgewinnung der knappen Ressource sehr wichtig, sondern gerade auch für Lithiumproduzenten und Lithiumexplorer wie z.B. Standard Lithium (WKN: A2DJQP ISIN: CA8536061010 Ticker: S5L). Die Aktie des in Arkansas tätigen Lithiumexplorers Standard Lithium war in den letzten 16 Monaten einer der Stars am 'Lithium Himmel'. Vom März-Tief 2020 ging es bis zum heutigen Freitag, den 13.06.2021, um über 2.400% aufwärts. Das Allzeithoch markierte die Aktie dabei erst diese Woche bei 7,69 EUR, ehe starke Gewinnmitnahmen am Mittwoch den Kurs auf aktuell 6,95 EUR je Aktie drückte. Das Hauptprojekt des Unternehmens ist dabei Smackover, das in Zusammenarbeit mit dem Chemiekonzern Lanxess (WKN: 547040 ISIN: DE0005470405 Ticker: LXS) betrieben wird. Lanxess baut vor Ort bereits Brom aus Salzlaken ab und Standard Lithium kann auf die Infrastruktur des Unternehmens zurückgreifen. Der Unterschied bei dem Verfahren von Standard Lithium ist, das es im Vergleich zu den von den meisten Lithiumunternehmen genutzten Verdunstungsverfahren auf den Solestrom der Salzlake aufbaut. Damit wird die Sole direkt in Lithiumchlorid umgewandelt und kann somit deutlich schneller produziert werden. Zudem erübrigt sich bei diesem Verfahren der enorme Bedarf an kostbaren Grundwasser.

Viel Erfahrung mit Wasser – RWE

Der Energieriese RWE (WKN: 703712 ISIN: DE0007037129 Ticker: RWE ) hat viel Erfahrung mit Wasser. Zum einen aus der Entwässerung von Grundwasser aus dem Tagebau, um den Abbau von Kohle nicht zu gefährden. Andererseits auch mit der Weiterleitung dieses Grundwasser innerhalb der Region, um einen Trockenfall in der umliegenden Gegend des Grundwassers zu verhindern. Innerhalb der RWE ist dafür RWE Power zuständig und über viele hundert Brunnen werden jährlich knapp 580 Millionen Kubikmeter Grundwasser entnommen. Knapp die Hälfte dieses Grundwassers wird als Trinkwasser, für Kraftwerke oder auch für schützenswerte Feuchtgebiete verwendet, während der Rest in Flüsse abgegeben wird.

Doch mehr Beachtung im Energiekonzern finden im Moment die veröffentlichten Quartalszahlen und Zukunftsaussichten. RWE konnte das Finanzergebnis zum Vorjahresquartal von 816 Mio. EUR auf 870 Mio. EUR verbessern. Aufgrund des starken Energiehandels konnte RWE die Prognose für 2021 bereits Ende Juli um 300 Mio. EUR erhöhen. Ziel soll nun 1,05 bis 1,45 Mrd. EUR Gewinn in 2021 werden. Die Dividende von 0,85 EUR je Aktie ist vorerst noch unverändert, aber bei anhaltend guten Ergebnissen könnte sie um 5,88% auf 0,90 EUR angehoben werden. Bei einem aktuellen Aktienkurs von 31,07 EUR entspricht das einer Dividendenrendite von 2,90% statt bisher 2,74%.


Fazit

Die Aktie von Standard Lithium ist in den letzten Wochen sehr heiß gelaufen und musste durch wilde Kurssprünge in den USA sogar kurzzeitig ausgesetzt werden. Trotz spannender Technologie kann es kurzfristig auch zu Rücksetzern von 20% bis 30% kommen. Das ist nichts für schwache Nerven, da eignet sich eher die Aktie von RWE, die nach guten Zahlen nun wieder anspringen dürfte. Klar auf Wachstum getrimmt ist Memiontec aus Singapur. Das Unternehmen wird durch die sehr gute regionale Vernetzung bei immer mehr regionalen und nationalen Auftragsvergaben bevorzugt ausgewählt.


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