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04.05.2021 | 05:45

PROSIEBENSAT.1, JinkoSolar, Almonty Industries – Jetzt geht’s los!

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  • JinkoSolar
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Bildquelle: pixabay.com

Mit der Portfoliodiversifikation tun sich viele Anleger auf der Welt schwer. Die meisten Anleger gewichten eher jene Aktien in ihrem Portfolio über, die sie kennen. Deutsche Anleger gewichten zudem eher deutsche Aktien über, während Franzosen oder US-Amerikaner wiederum die Aktien ihrer Heimatländer übergewichten.
Doch eine vermeintliche Diversifikation über verschiedene Aktien bringt nicht viel, wenn die Aktien im Depot ausschließlich aus einem Land oder Währungsraum ausgewählt worden sind. Besser sieht ein Depot aus, das unterschiedliche Sektoren, Länder, Märkte und Währungsräume abdeckt. Genau diese unterschiedlichen Merkmale zeigen die heute zu besprechenden Aktien auf.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: DE000PSM7770 , US47759T1007 , CA0203981034


 

Es geht voran – Almonty Industries

Der kanadische Wolframproduzent Almonty Industries (WKN: A1JSSD ISIN: CA0203981034 Ticker: ALI) betreibt eine Wolframmine in Westspanien und eine in Portugal. Das Unternehmen expandiert und entwickelt zurzeit eine nächste Wolframmine, und zwar in Südkorea. Die dortige Sangdong-Mine soll bis Ende 2022 zur Produktionsreife geführt werden und wird dann die größte Mine für Wolfram außerhalb von China sein. Wie wichtig die unabhängige Rohstoffversorgung von China sein kann, erlebt gerade die USA oder auch Australien aufgrund des gegenseitigen Sanktionierens von Waren und dem Verhängen von Strafzöllen. Wer dann nicht den Zugriff auf wichtige Roh-, Hilfs- oder Betriebsstoffe hat, bekommt diese ggf. nicht und muss seine Produktion einstellen, wie es aktuell das Ford Werk in Köln betrifft. Auch ein überhöhter Kaufpreis für das entsprechende Produkt muss dann in Kauf genommen werden, wie es gerade die Wirtschaft bei Holz oder Plastik erfährt.

Daher ist ein Investment in Rohstoffunternehmen wie Almonty Industries prädestiniert, um von einem Anstieg des Wolframpreises zu profitieren. Zudem lassen sich die Fortschritte bei der Sangdong Mine sehen. Letzte Woche wurde zum 24.April 2021 verkündet, dass die Betonmischanlage auf dem Gelände fertig gestellt worden ist. Nun kann sämtlicher Beton, der für die unterirdische Minenerschließung und den Übertagebau benötigt wird, direkt vor Ort erstellt werden. Auch die Renovierung der Verwaltungsbüros in der Stadt Sangdong wurde abgeschlossen, so dass diese nun bezugsfertig sind.

ProSiebenSat.1 – kennt keine Halten

Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 (WKN: PSM777 ISIN: DE000PSM7770 Ticker: PSM) und die dazu gehörigen Aktien kennen seit dem Tief vom 23. März 2020 kein Halten mehr. Seit dem Tief bei 5,72 Euro ging es bis zum heutigen 04.05.2021 auf 18,45 Euro hoch. Ein Anstieg von über 220 Prozent. Neben dem starken Anstieg brach die Aktie im März 2021 auch aus dem seit 2016 etablierten Abwärtstrend aus und hat damit die Widerstandszone zwischen 25 – 30 Euro freigeschaltet. JPMorgan legt sich noch genauer fest und erhöhte bereits das Kursziel von 23,50 auf 27,00 Euro und empfiehlt die Aktie überzugewichten.

Treiber für die ProSiebenSat.1 Gruppe ist dabei nicht das Kerngeschäft, sondern die vielen Beteiligungen des Unternehmens. Dazu gehören die Dating-Plattformen Parship, eharmony, ElitePartner oder auch der Online-Beautyhändler Flaconi. Durch die LockDowns, Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverboten treffen sich immer mehr Menschen Online und suchen die Liebe des Lebens oder einfach nur die Bekanntschaft aus der näheren Umgebung im Internet. Das befeuert entsprechend das Geschäft der zur ProSiebenSat.1 gehörenden oben genannten Plattformen mit einem Umsatzwachstum von über 100 Prozent p.a..

Jetzt wieder einsteigen bei JinkoSolar?

Nach einem fulminanten 375 Prozent Anstieg von Anfang September bis Ende Oktober 2020 bei JinkoSolar (WKN: A0Q87R ISIN: US47759T1007 Ticker: ZJS1) setzten Gewinnmitnahmen dem Kurs zu. Der Kurs wurde bis heute, den 04.05.2021 um 61% gedrückt und notiert im Moment bei 30,40 Euro. Die Abwärtsdynamik hat abgenommen und mit der fortschreitenden Expansion von JinkoSolar wird sich das Unternehmen zum drittgrößten Hersteller für Solarmodule entwickeln. Auf Grund der weltweit hohen Nachfrage nach erneuerbaren Energien sollten die Gewinne des Unternehmens in den nächsten zwei Jahren um über 50 Prozent zulegen. Auch dürfte das Unternehmen vom europäischen Green New Deal und von Joe Bidens Mega-Plan der Dezentralisierung der Energiesystem profitieren.

Auch Chinas 5-Jahres-Plan zur Eindämmung des CO2-Ausstoßes befeuert die Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen im Reich der Mitte und stark steigende Nachfrage bei langsam wachsendem Angebot bedeutet meist Preissteigerungen bei dem Anbieter wie es aktuell in vielen Branchen bereits der Fall ist. Durch den deutlichen Rücksetzer der JinkoSolar Aktie lohnt nun wieder der Einstieg in das Unternehmen, denn Absatz- und Gewinnentwicklung sollten in den nächsten zwei Jahren weiter deutlich zulegen. Wer langfristig orientiert ist, der kauft nun sukzessive bei der JinkoSolar Aktie zu.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Die Angst vor Versorgungsengpässen bei Rohstoffen, wichtigen Vorprodukten und Bauteilen nimmt weiter Fahrt auf und zeigt sich in immer mehr Bereichen der Wirtschaft. Lockdown-Maßnahmen der Regierungen verstärken die Behebung des Mangels. Die einst hocheffiziente und vernetzte globale Wirtschaft stellt fest, das 'just-in-time' nicht mehr flächendeckend funktioniert. Deutlich wird dies u.a. durch diverse Betriebsschließungen in der Automobilindustrie. Auf Kosten der Steuerzahler wird Kurzarbeit verhängt und mit dem eigentlichen Problem sogar noch mehr Gewinn erzielt, zumindest bei dem ein oder anderen börsennotierten Konzern.

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