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07.02.2025 | 05:45

Rally bei Rohstoffen und Rohstoffaktien - Almonty Industries, Nova Pacific Metals, Vale

  • Almonty Industries
  • Nova Pacific Metals
  • Vale
Bildquelle: pixabay.com

Die zunehmende Vernetzung und Technisierung der Weltwirtschaft nebst Elektrifizierung und technologischer Fortschritte lässt die Nachfrage nach Rohstoffen immer weiter ansteigen. Länder wie China schränken Rohstoffexporte bereits ein, andere wichtige Rohstoffexporteure wie Russland werden von westlichen Staaten boykottiert. Die aktuelle Außenhandels- und Zollpolitik des neuen US-Präsidenten Trump verschärfte die Problematik noch, denn China reagierte bereits mit Gegenzöllen und weiteren Exporteinschränkungen. Für Investoren von Rohstoffaktien kann dies sehr lukrativ werden, wie es die Kursentwicklungen einzelner Werte bereits zeigt.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: Alfred Laugeberger
ISIN: CA0203981034 , CA66979J1066 , BRVALEACNOR0


 

Almonty Industries profitiert von Chinas Exportbeschränkungen

Die Aktie des kanadischen Wolframunternehmens Almonty Industries (WKN: A1JSSD | ISIN: CA0203981034 | Ticker-Symbol: ALI) explodierte in den vergangenen Wochen förmlich und konnte sich mehr als verdoppeln. Nachdem der Widerstand bei 1,00 CAD rausgenommen worden ist und der Pennystockbereich verlassen werden konnte, kannte die Aktie kein Halten mehr. Der Wolframproduzent rückte dann - spätestens mit den Gegenzöllen Chinas als Reaktion auf die neuen Zölle der USA gegenüber China - in den Fokus der Weltöffentlichkeit. China beschränkte nämlich den Export des kritischen Metalls Wolfram und führte entsprechende Exportkontrollen ein.

Da Wolfram, zur Härtung von Stahl, nicht nur in der Werkzeug- sondern auch in der Rüstungsindustrie benötigt wird, rückte die größte Wolframressource außerhalb Chinas in den Fokus der Investoren, die Sangdong-Wolfram-Mine. Diese Mine gehört zu den größten und hochgradigsten der Welt und wird von Almonty Industries derzeit auf- und ausgebaut. Zum Ende des ersten Quartals 2025 wird mit dem Beginn der Produktion gerechnet und sie kann mit den bereits bekannten Mineralressourcen über die nächsten 90 Jahre ausgebeutet werden. Nach Fertigstellung der ersten Ausbaustufe soll zudem - mit dem erwirtschafteten kommenden Cashflow - mit der zweiten Ausbaustufe der Mine begonnen werden.

Auch wenn die Kursexplosion einige Anleger kurzfristig abschrecken könnte, so ist die Monopolstellung des Unternehmens als einziger großer Lieferant außerhalb Chinas nicht mehr kleinzureden. Für langfristig orientierte Investoren dürfte der kurzfristige, starke Anstieg weiterhin als Einstiegsgelegenheit dienen, denn wer die Kontrolle über ein knappes Gut besitzt, legt auch den Verkaufspreis fest.

Nova Pacific Metals erweitert Bohrprogramm

Nach den hervorragenden Bohrergebnissen des Explorers Nova Pacific Metals (WKN: A40GFH | ISIN: CA66979J1066 | Ticker-Symbol: YG10) auf seinem Flaggschiffprojekt Lara kündigte dieser umgehend eine Erweiterung des Bohrprogrammes an. Auf dem Projekt wurde bereits eine Vielzahl an kritischen Rohstoffen und Edelmetallen nachgewiesen u. a. Zink, Blei, Kupfer, Gold und Silber. Während die ersten drei Metalle wichtig für die Automobilindustrie und Elektromobilität sind, steigt die Nachfrage nach Silber durch den Ausbau der Photovoltaik-Industrie immer stärker an. Gold dagegen dient als Inflationsschutz für Investoren & Anleger und steigt in den immer unsicherer werdenden Zeiten von einem Allzeithoch zum nächsten an.

Auf dem Lara-VMS-Projekt wurden seit den 1980er-Jahren mehr als 220 Bohrungen mit einer Gesamtlänge von über 60.000 Metern vorgenommen. Mit dieser enormen Datenbasis wurde das letzte Bohrprogramm strukturiert und die Ergebnisse hatten es in sich. Es konnten noch im Dezember 2024 bemerkenswerte Werte von 21,7 g/t Gold, 418 g/t Silber, 48,12 g/t Zink, 4,59 % Blei, 2,67 % Kupfer und sogar 1.425 g/t Antimon in der Spitze nachgewiesen werden. Mit Meldung von Ende Januar 2025 wurde das geplante Bohrprogramm um 30 Bohrungen auf 49 Bohrlöcher erweitert, um insgesamt 10.000 Bohrmeter zu realisieren.

Mit dieser Erweiterung des Bohrprogrammes sollen die historischen Daten mit neuen Erkenntnissen umfassend erneuert und die letzte Ressourcenschätzung von 2007 signifikant erweitert werden. Das ist zudem die Grundlage, um eine vernünftige Produktionsentscheidung für die Zukunft schaffen zu können. Das Bohrprogramm ist mit der Kapitalerhöhung aus Dezember 2024 über 2,64 Millionen CAD bereits finanziert und derzeit kann die Aktie noch zu 0,24 EUR (0,35 CAD) an den deutschen Börsen erworben werden.

Vale mit höchster Produktion seit 2018

Der Bergbauriese Vale (WKN: A40GFH | ISIN: CA66979J1066 | Ticker-Symbol: YG10) konnte das Jahr 2024 mit der höchsten Jahresproduktion seit 2018 abschließen. Der Bergbaukonzern gab bekannt, dass das Unternehmen sein gesetztes Ziel für die Eisenerzproduktion im Jahr 2024 erreicht hat. Mit einer Produktion von 327,6 Mio. Tonnen, was einem Anstieg von 2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, wurde das Ziel von rund 328 Mio. Tonnen erreicht.

Im Gesamtjahr stieg der Eisenerzabsatz von Vale um 1,4 % auf 260,3 Millionen Tonnen, während der Pelletabsatz um 6,9 % auf 38,3 Millionen Tonnen zunahm. Wermutstropfen war aber der durchschnittlich realisierte Preis für Eisenerz, denn dieser fiel im Jahr 2024 um 11,8 % geringer aus und sank auf 95,3 USD pro Tonne, während die Pelletpreise um 4,5 % auf 154,6 USD pro Tonne sanken.

Die Nickelproduktion für das gesamte Jahr ging um 3 % auf 159.900 Tonnen zurück, während die Kupferproduktion im Gesamtjahr um 6,6 % auf 348.200 Tonnen anstieg. In 2024 sank der Nickelabsatz um 7,6 % und ging auf 155.200 Tonnen zurück, während 6,3 % mehr Kupfer und damit 327.200 Tonnen verkauft werden konnten. Die auf 16.163 USD pro Tonne gesunkenen Nickelpreise konnten durch die auf durchschnittlich 9.187 USD pro Tonne realisierten Kupferpreise aber mehr als ausgeglichen werden. Die genauen Geschäftskennzahlen will das Unternehmen zum 19.02.2025 veröffentlichen.

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Fazit

Während der Ausbruch bei der Almonty Aktie bereits zu neuen Allzeithochs führte, steht das Unternehmen Nova Pacific mit der Exploration seines Lara Projektes noch am Anfang und bietet den Anlegern noch hohes Renditepotenzial. Bei Vale zeichnet sich mit den guten Produktionsdaten für 2024 eine Trendwende der Kursentwicklung und damit ein möglicher Boden ab.



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