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08.04.2026 | 05:45

Rentenreform, Kaufempfehlung und Führungswechsel! Allianz, dynaCERT Inc., Heidelberg Materials

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Bildquelle: pixabay.com

In der deutschen Medienlandschaft hat nach dem Irankrieg der USA zusammen mit Israel nun die Renten- und Arbeitszeitpolitik der Bundesregierung kurzzeitig die höchste Aufmerksamkeitsstufe bekommen. So übte die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Frau Yasmin Fahimi deutliche Kritik an zentralen Aussagen von Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD). Wer länger arbeiten will, kann dies bereits, aber über 55-jährige Arbeitslose finden nur noch selten einen ansprechenden Job. Die Politik solle sich nicht in „kleinteiligen Kompromissen“ verlieren, sondern für soziale Gerechtigkeit sorgen. Doch an der Börse zählen diese medialen Seitenhiebe wenig, daher lesen Sie hier die Neuigkeiten von drei Unternehmen:

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: DE0008404005 , CA26780A1084 , DE0006047004


 

dynaCERT Inc. mit Führungswechsel

Beim kanadischen Cleantech-Unternehmen dynaCERT Inc. (WKN: A1KBAV | ISIN: CA26780A1084 | Ticker: DMJ) gab es Ende März 2026 nach mehr als einem Jahrzehnt einen Führungswechsel an der Spitze. Der bisherige CEO James Murray (Jim) Payne trat ab, bleibt aber als Aufsichtsratsvorsitzender dem Unternehmen erhalten. Als neuer CEO tritt der bisherige Chief Operating Officer (COO) Kevin Unrath in die Fußstapfen des Kanadiers.

Jim Payne, der das Unternehmen knapp 14 Jahre geführt hat, will sich mit nunmehr 70 Jahren langsam in den Hintergrund zurückziehen und dem 39-jährigen Unrath das Feld der globalen Expansion des Unternehmens überlassen. Der ehemalige Unternehmenslenker sagte zur Amtsübergabe: „Kevin hat eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung unserer betrieblichen Fähigkeiten und unserer kommerziellen Initiativen gespielt. Ich freue mich darauf, das Unternehmen in meiner Rolle als Vorstand zu unterstützen, während das Team seine Strategie weiter umsetzt und unsere globalen kommerziellen Initiativen vorantreibt.“

DynaCERT Inc. hat sich mit seinen patentierten Technologien auf die Reduzierung von CO2-Emissionen spezialisiert. Die verbesserte Verbrennung von Diesel unter Zugabe von Wasserstoff ist die Unternehmenspassion und verringert nicht nur den Dieselverbrauch, sondern reduziert die Emission von CO2 und Stickoxiden und emittiert gleichzeitig auch CO2-Zertifikate. Derzeit liegt der Fokus darauf, die Pilotprojekte in verschiedenen Branchen in kommerzielle Abkommen in den unterschiedlichsten Regionen der Welt zu legen. Zuletzt konnte erst wieder ein Service-Center Abkommen in Vietnam mit einem Anbieter für Motor- und Fahrzeuglösungen unterzeichnet werden, welcher erste Pilotanlagen in Lkw- und Hafenbetrieben installiert hat.

Ein Nachfrageschub könnte sich bei dynaCERT Inc. wegen der signifikant gestiegenen Dieselpreise ergeben, denn nun rechnet sich für Logistikunternehmen und dieselbetriebene Spezialmaschinen die Umrüstung auf die HydraGEN-Technologie noch schneller. Sollte der neue CEO beim Einsammeln neuer Aufträge Fahrt aufnehmen, dürfte auch einer Neubewertung der Aktie nichts mehr im Wege stehen.

Allianz mit Kaufempfehlung

Die Privatbank Berenberg empfiehlt die Aktie der Allianz (WKN: 840400 | ISIN: DE0008404005 | Ticker-Symbol: ALV) weiterhin zum Kauf und sieht hier ein Kursziel von 504 EUR als gerechtfertigt an. Deren Analyst Michael Huttner sieht deutliches Potenzial bezüglich der deutschen Rentenreform. Hier dürfte die größte deutsche Versicherungsgesellschaft mit ihrer Vertriebsschlagkraft am meisten profitieren. Anfang März 2026 lag das Kursziel noch bei 459 EUR, aber die Wachstumsdynamik hat sich in den letzten Wochen noch einmal beschleunigt.

Unterstützend wirkt sich auch der Rückkauf eigener Aktien seitens der Allianz auf den Kurs aus. So hat das Unternehmen in der Karwoche 178.981 Aktien zu durchschnittlich 359,354 EUR je Anteilsschein zurückgekauft. Insgesamt zahlte das Unternehmen dafür 64,32 Mio. EUR und signalisiert damit, dass der Aktienkurs derzeit viel zu tief notiert. Gestern ging die Aktie bereits zu 368,30 EUR aus dem Handel und notierte im Laufe des Tages kurzzeitig sogar bei 373,40 EUR. Sollte das Kursziel von 504 EUR in den nächsten 12 Monaten erreicht werden, würden sich die Käufer von heute über einen Kursgewinn von 36,8 % freuen können.

Heidelberg Materials – Kursrücksetzer nicht gerechtfertigt?

Die Aktie von Heidelberg Materials (WKN: 604700 | ISIN: DE0006047004 | Ticker-Symbol: HEI) ist seit Jahresanfang wieder unter Druck geraten. Wurden im Januar 2026 in der Spitze noch 241,80 EUR je Aktie gezahlt, sind die Investoren derzeit nur noch bereit, 171,20 EUR dafür zu bezahlen. Die Aktionäre machen sich Sorgen über die schlechten Witterungsbedingungen im ersten Quartal und darüber, dass entsprechend das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) stark gesunken sein dürfte.

Wenn die Marktteilnehmer aber die Einschätzung vom Analysehaus Jefferies und dessen Analysten Glynis Johnson lesen, sollten die Rücksetzer eher als Chance angesehen werden. Der Analyst schreibt, dass das erste Jahresviertel stets nur wenig zum Gesamtjahresgewinn beigetragen hat und die Kursrücksetzer nicht gerechtfertigt wären. Mit einer derzeitigen Bewertung vom 12-fachen erwarteten Jahresgewinns für 2027 ist die Aktie von Heidelberg Materials preiswert bewertet. Daher wird die Empfehlung zum „Kauf“ belassen, genauso wie das Kursziel von 285,00 EUR. Vom aktuellen Stand würde ein Erreichen des Kurszielmarktes einen Anstieg von 66 % bedeuten.

Fazit

Das Unternehmen dynaCERT Inc. hat sich mit der Übergabe der Unternehmensleitung deutlich verjüngt und will unter dem neuen CEO Kevin Unrath mehr Aufträge schreiben. Nach den Kursrücksetzern bei Heidelberg Materials sieht Analyst Glynis Johnson vom Analysehaus Jeffries ein Anstiegspotenzial von 66 %, während der Berenberganalyst Michael Huttner bei der Allianz Aktie ein Kurspotenzial von 36,8 % sieht.



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