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08.04.2021 | 05:45

Rohstoffe als Inflationsschutz – Millennial Lithium, Desert Gold Ventures, First Majestic Silver

  • Millennial lithium
  • Desert Gold
  • first majestic
Bildquelle: pixabay.com

Die 20er Jahre des 21. Jahrhunderts werden wahrscheinlich als Jahrzehnt des weltweiten Umbruchs und der Rohstoffe in die Geschichtsbücher eingehen. Durch die Lockdown-Politik und Schließung ganzer Wirtschaftszweige sind nach einem Jahr bereits massivste wirtschaftliche Auswirkungen sichtbar. Die Knappheit an den verschiedensten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen macht sich in immer mehr Teilen der deutschen wie auch der globalen Wirtschaft bemerkbar. Kunststoffknappheit in der Verpackungsindustrie, Dachlatten bei Dachdeckern, OSB-Platten bei den Innenausbauern usw.. Die Lieferfristen verschieben sich immer weiter nach hinten und die Preise sind teilweise um 50 – 100 Prozent gestiegen. Dazu kommt der wachsende Vertrauensverlust in die Politik. Genau diese Mischung lässt Rohstoffe aller Art deutlich über Jahre steigen, denn verloren gegangenes Vertrauen wird nicht durch „Ehrenerklärungen“ zurückerlangt.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: CA60040W1059 , CA25039N4084 , CA32076V1031


 

Desert Gold – Seitwärtsphase wie lange noch?

Der kanadische Goldexplorer Desert Gold Ventures (ISIN: CA25039N4084 WKN: A14X09 Ticker: QXR2) hat noch viel Aufwärtspotential. In diesem Jahr startete das Unternehmen das größte Bohrprogramm der Unternehmensgeschichte mit über 20.000 Metern. Gebohrt wird auf den Projekten SMSZ und Djimbala in Mali. Die dortige geologische Formation ist stark goldhaltig, denn B2Gold (ISIN: CA11777Q2099), Barrick Gold (ISIN: CA0679011084), AngloGold Ashanti (ISIN: ZAE000043485) und IAMGOLD (CA4509131088) ** sind ebenfalls dort mit produzierenden Minen aktiv. Deswegen gehört das Land Mali mit zu den größten Goldproduzenten von Afrika und das zeigt das Potential, welches in der Aktie von Desert Gold steckt.

Riesiges Bohrprogramm für Explorer

Bereits im letzten Jahr brachte Desert Gold viele goldhaltige Bohrergebnisse an die Oberfläche und zwar sehr oft sogar in Oberflächennähe. Das eröffnet das Potential, bei entsprechender Anreicherung der Bohrergebnisse, für weitere goldhaltige Funde, sogar für den Abbau des Goldes im Tagebau. Dieser ist deutlich weniger kapitalintensiv als der Abbau unter Tage.
Da das 20.000 Meter Bohrprogramm bereits gestartet ist, werden die Ergebnisse von unabhängigen Dritten regelmäßig ausgewertet werden müssen. Das führt zwangsläufig zu regelmäßigen Ergebnismitteilungen, verteilt über die nächsten Monate. Da der Goldpreis mit der Hammerkerze auf Wochenbasis in der Karwoche eine Umkehrkerze ausgebildet hat, könnte die seit August 2020 andauernde Konsolidierung nun beendet und der Boden „eingehämmert“ worden sein.
Das wiederum wird in den kommenden Wochen und Monaten den Fokus der Kapitalmärkte verstärkt in den Edelmetallsektor lenken und die Marktteilnehmer werden eintreffende Bohrergebnisse zu Goldfunden wie bei Desert Gold wieder deutlich positiver bewerten. Dadurch wäre eventuell auch die sechsmonatige Seitwärtsphase bei Desert Gold Ventures um ca. 0,15 CAD bzw. 0,095 Euro je Aktie beendet. Kursziele wären im Anschluss neue Allzeithochs oberhalb der 0,35 CAD bzw. 0,23 Euro je Aktie.

Das war nicht gut!

First Majestic Silver (WKN: A0LHKJ ISIN: CA32076V1031 Ticker: FMV) meldete zum 31.03.2021 seine Reserven und Ressourcenbilanz für das Geschäftsjahr 2020. Dabei ist festzustellen, dass ein starker Rückgang der Gold- und Silberreserven zu verzeichnen war. Die Gesamtreserven an Silber betrugen in 2020 nur noch 62,2 Millionen Unzen und an Gold nur noch 606.000 Unzen. Dies bedeutet einen starken Rückgang gegenüber den Vorjahreswerten, die bei 85,1 Mio. Unzen Silber und 733.000 Unzen Gold lagen. Damit reduzierten sich die Silberreserven um 26% und die Goldreserven um 17% zum Vorjahr. Als ob das nicht schon genug wäre, nimmt First Majestic Silver im Vergleich zu den meisten Wettbewerbern bereits einen der höchsten Gold- und Silberpreise als Grundlage zur Bewertung dieser Reserven. Damit haben alle drei Silberminen in Mexiko nur noch eine Minenlebensdauer von unter sechs Jahren. Die Lebensdauer der Mine Santa Elena steigt leicht auf 4,9 Jahre, aber La Encantada sinkt auf 3 Jahre und San Dimas auf 5,6 Jahre, wenn die Produktion 2021 auch dem Jahr 2020 entspricht. Einziger Lichtblick ist derzeit Ermitano bei Santa Elena mit 5 Millionen Unzen Silber. Dies dürfte die Minenlaufzeit von Santa Elena um 2 Jahre verlängern. Auch wenn die Reserven durch das 2021 Explorationsprogramm i.H.v. 27,9 Millionen USD wieder erweitert werden dürften, stellt sich die zwingende Frage, ob ein Premiumaufschlag auf den Aktienkurs von First Majestic Silver derzeit noch gerechtfertigt ist.

Millennial Lithium – weiter 100 Prozent?

Die Lithiumpreise sind in den vergangenen Monaten seit Jahresanfang 2021 stark gestiegen. Die Gesamtnachfrage nach Lithium dürfte sich laut UBS Prognose von 400.000 Tonnen in 2021 bis zum Jahr 2030 mehr als ver-11-fachen. Das liegt vor allem an der starken Nachfrage nach dem Ausgangsmaterial für viele Batterien für die E-Mobilität. Da in den letzten Jahren auf Grund fallender Lithiumpreise wenig in diesen Sektor investiert worden ist, wird durch die steigende Nachfrage ab 2023 ein Angebotsdefizit entstehen. Das wird in den folgenden Jahren sogar noch weiter zulegen, weil die Nachfrageseite dank der neuen Gigafabriken von VW und Tesla & Co. weiter befeuert wird.
Das wiederum wirkt sich wie ein Katalysator direkt auf Lithiumexplorer, die kurz vor der Produktion stehen wie Millennial Lithium (WKN: A2AMUE ISIN: CA60040W1059 Ticker: A3N2), aus. Auch wenn der Aktienkurs seit dem Allzeithoch im Januar 2021 um über 40 Prozent korrigiert hat, sind die Aussichten für die kommenden Jahre sehr gut. Die Investmentbank Cantor Fitzgerald hob jedenfalls das Kursziel auf 4,20 Euro an. Vom aktuellen Kurs wäre das ein Potential von ca. 100 Prozent Kursgewinn.


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