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29.09.2021 | 05:45

Rohstoffe der Zukunft – Alibaba, BIGG Digital Assets, Saturn Oil + Gas

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Bildquelle: pixabay.com

Die Nachfrage nach Rohstoffen nimmt immer stärker an Fahrt auf und es wäre gut möglich, dass die aktuellen 20er Jahre des 21. Jahrhunderts als Rohstoff-Jahrzehnt in die Geschichtsbücher eingehen könnten, auch wenn die Corona-Pandemie aktuell noch weite Teile der Medienlandschaft beherrscht. 'Rohstoff-Jahrzehnt' deshalb, weil ganze Volkswirtschaften sich umbauen wollen und damit noch deutlich mehr Rohstoffe verbrauchen werden, als sie es bisher bereits getan haben. Gleichzeitig entsteht in vielen Entwicklungsländern eine immer breitere kaufkräftige Bevölkerungsschicht, die sich westlichen Lebensstandard leisten kann und dies entsprechend auch durch Nachfrage umsetzt. Das treibt die Preise und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: ALIBABA GR.HLDG SP.ADR 8 | US01609W1027 , BIGG DIGITAL ASSETS INC. | CA0898041086 , SATURN OIL+GAS O.N. | CA80412L1076


 

Rohstoff Erdöl und Aktienzusammenlegung bei Saturn Oil & Gas

Gerade durch das stetige Wachstum der Weltwirtschaft wird immer mehr Energie nachgefragt. Trotz Klimaabkommen und Umbau der Wirtschaft auf CO2-Neutralität, zumindest in der EU, wird der Rest der Welt noch viele Jahrzehnte nicht auf Erdöl verzichten können. Selbst in der EU und Deutschland ist mit 2050 bzw. 2045 ein Zieldatum zur CO2-Neutralität gefunden, aber die Umsetzung, geschweige denn die Planungen zur Umsetzung, sind bisher mehr als mangelhaft. Das wiederum befeuert den Erdölpreis und davon profitiert das günstigste kanadische Erdölunternehmen Saturn Oil & Gas (WKN: A2DJV8 ISIN: CA80412L1076 Ticker: SMK) stark. Mit Übernahme des riesigen Oxbow Erdölfeldes im Süd-Osten der Provinz Saskatchewan im Mai 2021, wurde das Unternehmen über Nacht zum größten Ölproduzenten in der kanadischen Provinz.

20 CAD Zielmarke und KGV von 1,4?

Ca. 7.000 BOE/Tag produziert das Unternehmen Saturn Oil & Gas aktuell am Tag und die teilweise per Fremdkapital finanzierte Akquisition soll innerhalb von knapp zwei Jahren bis Mitte 2023 zurückgeführt werden. Die Darlehens-Rückführung ist bereits über Vorverkäufe von Erdöl abgesichert und die verbleibende Liquidität wird in den Ausbau der Erdölproduktion investiert. Bis Mitte 2023 könnte Saturn Oil & Gas die Erdölproduktion am Tag bereits auf 10.000 BOE/Tag ausgebaut haben, denn bereits jetzt stehen über 500 potentielle neue oder erweiterbare Bohrlöcher fest. Damit würde bei einem Erdölpreis von 65 USD je Barrel der tägliche Umsatz von aktuell ca. 450.000 USD auf ca. 650.000 USD anwachsen.

Außerdem dürfte die Aktie in Kürze auch auf den Einkaufszettel von weiteren internationalen Investoren rutschen. Nicht nur weil das Unternehmen mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 1,4 gehandelt wird. Aus unternehmensnahen Kreisen ist zu vernehmen, dass die beschlossene Aktienzusammenlegung von 20 zu 1 noch im Oktober umgesetzt werden soll. Damit würden die Aktien statt derzeit 0,17 CAD zukünftig zu 3,40 CAD je Aktie gehandelt werden und signifikant aus dem Pennystock-Bereich verschwinden. Das dürfte nicht nur bei den nordamerikanischen Investoren gut ankommen, sondern auch bei den vielen deutschen Anlegern. Die 10 CAD Marke wäre daher nach der Aktienzusammenlegung für 2022 die nächste Zielmarke und würde einem KGV von nur 4,1 entsprechen.

Wer das Unternehmen jedoch mit dem nächstgünstigen Öl- & Gasproduzenten Gazprom vergleicht, der kommt sogar auf 20 CAD, denn Gazprom wird derzeit mit einem KGV von nur 8,1 gehandelt. Doch selbst Gazprom wird wiederum mit einem deutlichen Abschlag zu nordamerikanischen und europäischen Konzernen dieses Sektors gehandelt. Daher ist der Einstieg bei Saturn Oil & Gas nach wie vor sehr attraktiv.

Digitaler Rohstoff - BIGG Digital Assets

Eine wahnsinnige Entwicklung in den letzten zehn Jahren hat das ganze Segment der Kryptowährungen hingelegt. Was mit der Erfindung des Bitcoins, der Dezentralität und dem Bitcoinhandel im Centbereich begann, hat sich im Laufe von zehn Jahren zu einer gigantischen Plattform-Technologie entwickelt. Mittlerweile gibt es weit über 1.000 verschiedene sogenannten „Kryptowährungen“ und neben der Dezentralität war früher auch das Schlagwort der Anonymität unter Kryptoanhängern weit verbreitet. In einzelnen Nischenbereichen ist diese Anonymität des Kryptoaustausches noch gewahrt, aber schon lange nicht mehr gerade bei der „Hauptwährung“ Bitcoin oder Ethereum.

Auf das Markieren und die Rückverfolgbarkeit von u.a. Bitcoins hat sich das kanadische Unternehmen BIGG Digital Assets (WKN: A2PS9W ISIN: CA0898041086 Ticker: 7111) spezialisiert. Mit der hauseigenen Software QLUE können z.B. alle virtuellen Geldtransaktionen in den wichtigsten Kryptowährungen weltweit getrackt (markiert) und nachverfolgt werden. Ob gestohlene Bitcoins, Ethereum oder auch illegale Geldwäsche, Transaktionen aus dem Drogen- und Waffenhandel, der Kinderpornografie oder der Cyberkriminalität - sie können über die QLUE-Software aufgedeckt werden.

Das U.S. Homeland Security und das U.S. Department of Justice arbeiten daher mit BIGG Digital Assets zusammen. Als Cashcow des Unternehmens entwickelt sich aber derzeit eher die firmeneigene Kryptobörse Netcoins. 4,16 Mio. CAD an Umsätzen steuerte allein Netcoins bei und der Umsatz stieg damit um 24% zum Vorquartal an. Erzielte Gewinne legt das Unternehmen in Bitcoins an und nennt bereits 430,8 Bitcoins sein Eigen. Dies entspricht einem Gegenwert von 15,6 Mio. EUR, was ca. 8% der aktuellen Marktkapitalisierung entspricht.

Daten-Rohstoffhändler - Alibaba

Mit dem geplanten Börsengang der Ant Group und der Kritik von Alibaba (WKN: A117ME ISIN: US01609W1027 Ticker: AHLA) CEO Jack Ma, nahm der Abverkauf der Alibaba-Aktie seinen Anfang. Trotz Läuterung von Jack Ma und dem öffentlichen Bekenntnis zur China 2050 Strategie durch Alibaba, ist nach wie vor keine Ruhe beim Daten-Rohstoffhändler eingetreten. Die Aktie wurde bereits drastisch abverkauft und notiert nur noch bei weniger als 50% der einstigen Marktkapitalisierung. Damit handelt die Aktie mit 150,78 USD bzw. 129,11 EUR so tief, wie dies zuletzt im Dezember 2018 es der Fall war.

Auch setzt das Digitalunternehmen, wie von der neuesten Richtlinie der People’s Bank of China gewünscht, den Handel mit Kryptomining-Gerätschaften zum 8. Oktober 2021 aus. Bis dahin können Chinesen noch ihre Miningausrüstungen über die Alibaba-Plattform kaufen und verkaufen. Bereits jetzt ist für alle Chinesen das Handeln mit Kryptowährungen unter Strafe gestellt ist. Eine weitere, aber eher positive Auswirkung für Alibaba, ist der Eingriff der Regulationsbehörde zur Öffnung der unterschiedlichen Plattformen für Wettbewerber. Mittlerweile darf auch der Erzrivale Tencent auf den Alibaba-Plattformen seine Produkte anbieten.

Alibaba hat die Zahlungsoption WeChat von Tencent in seinen Appstore integriert. Damit können Käufer zukünftig entscheiden, ob sie ihre Artikel auch über die Bezahlapp des Wettbewerbers bezahlen wollen. Das dürfte für Alibaba eher positiv sein, solange die Ware über die eigene Plattform verkauft wird und damit die Verkaufsprovision bei Alibaba verbleibt.


Fazit

Einer der wesentlichen aber noch vergleichsweisen jungen Rohstoffe des letzten und auch dieses Jahrzehnts ist der Rohstoff 'Daten'. Daten sind Macht, aber ohne physische Rohstoffe wird auch in den nächsten Jahrzehnten kein Wachstum möglich sein, denn der Rohstoffhunger der Welt nimmt von Jahrzehnt zu Jahrzehnt aufgrund des Bevölkerungswachstums zu.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Tailerstone Limited sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Tailerstone Limited ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Tailerstone Limited hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Tailerstone Limited sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Die Zeit der Growth und Wachstumstitel ist mit stetig steigender Teuerung und anziehenden Zinsen scheinbar vorbei. Selbst die EZB hat nach acht Jahren heiß gelaufener Druckerpresse den Schalter gefunden, um wieder runterzufahren. Einordnen können die Finanzmärkte diese Veränderungen derzeit noch nicht und daher wird das Risiko an vielen Märkte von den Anlegern reduziert. Dabei werden teilweise auch substanzstarke Aktien abverkauft, auf die der antizyklische Langfrist-Investor einen Blick werfen sollte.

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Die wirtschaftliche Eintrübung der Weltkonjunktur, der Mangel an vielen Materialien und die daraus folgenden Preissteigerungen sind eine große Herausforderung für viele Anleger. Selbst ein Anstieg der Zentralbankzinsen würde die Inflation nicht einfangen können, denn eher das Gegenteil ist der Fall. Steigende Zinsen erhöhen die Kapitalkosten für die verbleibenden Produzenten. Diese produzieren derzeit aber nicht zu viel, sondern durch die politischen Lockdowns sind die Warenströme mehrfach unterbrochen worden und daher produzieren sie zu wenig, um die Nachfrage bedienen zu können. Steigen nun noch die Zinsen, müssen die Produzenten dies auf jedes Produkt umlegen und erhöhen damit die Preise zusätzlich. Schwere Zeit, aber wer nun Weitsicht hat, der kann mit den richtigen Aktien profitieren.

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