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25.05.2022 | 05:45

Rohstoffe und Kooperationen – Edgemont Gold, Rio Tinto, Standard Lithium, Skyharbour Resources Aktie

  • Edgemont Gold
  • Rio Tinto
  • Standard Lithium
  • Skyharbour Resources
Bildquelle: pixabay.com

Die globalen Lieferketten sind längst aus den Fugen geraten. Lockdowns in China durch die Null-Covid-Strategie mit dem Einsperren von über 100 Mio. Menschen in den Millionenstädten befeuert die bereits stark gestressten Märkte nochmals. Der Wirtschaftsmotor der Welt stottert damit erheblich und das könnte zu weiteren Verwerfungen an den Finanzmärkten führen. Daher sind Rohstoffunternehmen eine spannende Alternative für die Investoren, denn viele Unternehmen aus diesem Sektor weisen eine geringe Verschuldung bei gleichzeitig hohem Cashflow auf.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: EDGEMONT GOLD CORP. O.N. | CA28008L1067 , RIO TINTO PLC LS-_10 | GB0007188757 , STANDARD LITHIUM LTD | CA8536061010 , SKYHARBOUR RESOURCES | CA8308166096


 

Kupfer und Edgemont Gold

Die Nachfrage nach Kupfer ist trotz eintrübender Weltkonjunktur nach wie vor sehr hoch. Dabei wird Kupfer viel schneller verbraucht, als dies die produzierenden Unternehmen aus der Erde holen könnten. Daher muss enorm viel Geld in den Ausbau der Produktionskapazitäten gesteckt werden, um den stetig wachsenden Bedarf in der Zukunft überhaupt decken zu können. Investoren tun gut daran, auf aussichtsreiche Projekte im Kupfersegment zu schauen, die noch nicht von einem der großen Player oder Staatsfonds übernommen worden sind, denn der Kampf um den Zugang zu den Rohstoffen hat erst begonnen.

Das kanadische Unternehmen Edgemont Gold sucht neben Gold auch nach Kupferassets, denn oftmals kommen Kupfer und Gold in derselben Gesteinsformation vor. So auch bei dem Hauptprojekt von Edgemont Gold, dem Kupfer-Gold-Vulkanstein-Projekt Dungate.

Das Projekt befindet sich nahe dem Zentrum der kanadischen Provinz British Columbia. Ende April startete dort das nächste Bohrprogramm der Phase 2. Dieses umfasst 3.000m Bohrungen in der Lage bereits gefundener Kupfer- und Goldmineralisierungen. Anfänglich werden gezielt Bohrungen in einem größeren Erzkörper vorgenommen, die beim letztjährigen Bohrprogramm erst entdeckt worden sind. Zwei Bohrlöcher über 1.058m wurden bereits letzte Woche fertiggestellt und ein drittes wird dort im Moment gebohrt. Mit ersten Ergebnissen aus dem laufenden Bohrprogramm kann ab Juli 2022 gerechnet werden.

Uran und Rio Tinto

Der Rohstoffkonzern Rio Tinto (WKN: 852147 ISIN: GB0007188757 Ticker: RIO1) ist einer der Profiteure im laufenden Rohstoffboom. Das Unternehmen produziert Aluminium, Bauxit, Eisenerz, Kupfererz und Titandioxid und verdient daran kräftig. Doch auch im Uransektor spielt Rio Tinto mit. Mit dem Explorationsunternehmen Skyharbour Resources schloss Rio Tinto eine Vereinbarung. Die Kanadier werden von Rio Tinto die Mehrheitsanteile des Russel Lake Projekts übernehmen. Russell Lake ist ein 73.294 ha großes Grundstück und befindet sich bereits im fortgeschrittenen Stadium der Exploration. Das Projekt liegt zwischen McArthur River und Key Lake von Cameco und wird im Westen vom Wheeler River Projekt von Denison Mines eingegrenzt. Durch die Übernahme vergrößert Skyharbour Resources sein eigenes Moore Lake Projekt mit 35.705 ha nach Norden und Westen. Rio Tinto erhält neben 3,584 Mio. Aktien von Skyharbour Resources noch 508.200 CAD in bar.

Doch auch an der CO2-Emissionsfront gibt es Fortschritte. Zusammen mit BP sollen auf einem Schiff der Flotte von Rio Tinto ein Jahr lang Biokraftstoffe und deren Wirkungsgrad getestet werden. Der Test beginnt auf dem Schiff RTM Tasman, welches zwischen Atlantik und Pazifik verkehrt. Es handelt sich dabei um den bisher längsten Versuch von Biokraftstoffen auf hoher See. Mit Hilfe des Biokraftstoffes sollen die Kohlenstoffemissionen um bis zu 26% zum herkömmlichen Schiffsheizöl reduziert werden. "Eine längerfristige Erprobung wird wichtige Informationen über die potenzielle Rolle und den großflächigen Einsatz von Biokraftstoffen liefern und steht im Einklang mit unseren Zielen, die Meeresemissionen in unserer gesamten Wertschöpfungskette zu reduzieren und die Bemühungen, um eine Dekarbonisierung der maritimen Industrie zu unterstützen", sagte Laure Baratgin, Leiterin der Handelsabteilung bei Rio Tinto.

Standard Lithium baut aus

Das Lithiumprojektentwicklungsunternehmen Standard Lithium hat sich mit einer Höhe von 2,5 Mio. USD an dem Unternehmen Aqualung Carbon Capture beteiligt. Dieses Unternehmen ist auf das Abscheiden von Kohlenstoffen bei industriellen Fertigungsanlagen spezialisiert. Das Unternehmen sammelte insgesamt 10 Mio. USD ein und Standard Lithium stellte somit 25% der Eigenkapitalrunde zur Verfügung. Für Standard Lithium ist die Beteiligung wichtig, denn das Unternehmen strebt eine kohlenstoffarme Lithiumchemieproduktion an. Ziel ist es , die CO2-Emissionen zu reduzieren und via Abscheidungstechnologie dauerhaft zu binden. Die Konstruktion und Herstellung der Pilotanlage ist bereits im vollen Gang und soll noch in diesem Jahr im dritten Quartal bei einer Erdgasverarbeitungsanlage im Süden von Arkansas installiert sein.

Anfang Mai besuchte auch der Gouverneuer von Arkansas das Unternehmen und eröffnete sechs neue Standorte in El Dorado für Ladestationen mit 240 Volt. "Es ist ein Privileg für uns, dieses Projekt zusammen mit unseren Partnern und dem South Arkansas Community College zu unterstützen", sagte Robert Mintak, CEO und Direktor bei Standard Lithium. Damit wertet Standard Lithium die Nachbarstadt mit auf, denn in der Nähe befindet sich deren zukünftige Lithiumextraktionsanlage. Hier konnte das Unternehmen Anfang Mai die Vormachbarkeitsstudie (PFS) beginnen. Wenn diese Anlage gebaut wird, dann wäre es die erste ihrer Art in der USA und könnte über sechs Jahrzehnte kommerziell betrieben werden. Die PFS soll im ersten Quartal 2023 fertig gestellt sein.


Erneuerbare Energien werden immer wichtiger in der globalen Aktivität zur Reduzierung des Kohlenwasserstoff-Fußabdruckes des Menschen und der Industrie. Dabei werden viele Rohstoffe ge- und verbraucht, um den Wandel zu gestalten. Kupfer, Lithium, aber auch die E-Mobilität sind dabei wichtige Komponenten, um die Umstrukturierung der Wirtschaft zu gestalten. Unternehmen aus diesem Segment werden daher voraussichtlich über Jahrzehnte mit wachsender Nachfrage konfrontiert sein.


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