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20.11.2020 | 05:45

Siegt Biden, gewinnen diese Aktien – Clean Power Capital, SolGold, Raytheon Technologies

  • Raytheon Industries
  • SolGold
  • clean power capital
Bildquelle: pixabay.com

Während die meisten Menschen in der EU bereits der Meinung sind, dass Biden die US-Wahl schon gewonnen hat, so steht der nächste US Präsident nach US-amerikanischem Wahlsystem erst fest, wenn die Wahlmänner auch tatsächlich Joe Biden als US-Präsident wählen. Solange aber die Auszählungen in verschiedenen Bundesstaaten und Countys wiederholt werden und teilweise Gerichtsverfahren anhängig sind, besteht nach wie vor ein Unsicherheitsfaktor für die Märkte. Welche Aktien können von einem US-Präsidenten Biden profitieren?

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

SolGold – Gold, Silber, Kupfer – Was darf es sein?

Ein großer Profiteur unter Biden, wie auch bei einem Sieg von Trump, ist die Edelmetall- und Rohstoffbranche. Neben angekündigten und umfangreichen Infrastrukturprogrammen ist beiden Präsidentschaftskandidaten gewiss, dass die Staatsverschuldung der USA weiter massiv steigen wird. Dieses Aufblähen der Geldmenge führt nahezu automatisch zur Flucht in sichere Assets wie Gold und Silber. Bei einem großangelegten Infrastrukturprogramm würde Kupfer noch stärker nachgefragt, unabhängig von der bereits stark zunehmenden Digitalisierung, E-Mobilität, Smart-Home, die ebenfalls einen großen Kupferbedarf haben.
Daher bietet sich das Unternehmen SolGold (ISIN: GB00B0WD0R35, WKN: A0JDJ3, Symbol: S8F), das in Ecuador aktiv ist, an, da es bereits riesige neue Kupfer-, Gold- und Silbervorkommen gefunden hat.
Mit 75 Konzessionsgebieten hat SolGold innerhalb Ecuadors das Potential binnen der nächsten 10 Jahre, der nächste Top 10 Produzent zu werden. Das Hauptprojekt Alpala verfügt über Ressourcen von 21,7 Millionen Unzen Gold, 92,2 Millionen Unzen Silber sowie 9,9 Millionen Tonnen Kupfer. Nur dieses Projekt allein hat bereits einen NPV - Net Present Value von geschätzten 4,4 Milliarden USD.
Auf 14 weiteren Konzessionsgebieten werden ähnlich große Vorkommen vermutet, da die geologische Struktur die Gleiche ist. Damit kann jeder Investor aus mehrfacher Sicht
langfristig profitieren.

Raytheon Technologies – Rüsten für den Krieg

Der US-Rüstungskonzern Raytheon Technologies (WKN: A2PZ0R ISIN: US75513E1010 Ticker: 5UR) dürfte einer der Profiteure des potentiellen US-Präsidenten Joe Biden sein. Da Trump in seiner bisherigen Amtszeit als einer der wenigen US-Präsidenten keinen neuen Krieg angefangen hat, war für Rüstungskonzerne nur wenig Neugeschäft möglich. Mit dem US-Präsidenten Joe Biden dürfte sich das ändern, denn dann könnten sich die USA wieder vermehrt um die geopolitischen Interessen „kümmern“, um ihre weltweite Vormachtstellung gegenüber China, Russland oder dem Iran klar zu stellen.
Davon wird Raytheon Technologies, aber auch andere Rüstungskonzerne, profitieren, denn Krieg bedeutet mehr Umsatz und mehr Gewinn für diese Unternehmen.
Doch nicht nur die USA sind für Raytheon Industries interessant, denn Ungarn hat neben Norwegen erst am 19.11.2020 mitgeteilt, dass Sie Luftverteidigungssystem von Raytheon Technologies im Wert von einer Milliarde USD tatsächlich bestellt haben.
Doch auch der Umbau von U-Booten zog in den letzten Tagen die Aufmerksamkeit auf sich.
Collins Aerospace erteilte dabei an das Wasserstoffunternehmen Nel Asa einen Auftrag.

Clean Power Capital – Massiver Kursanstieg gerechtfertigt?

In den letzten Wochen stieg die Aktie von Clean Power Capital (WKN: A2QG78 ISIN: CA18452D1069 Ticker: 2K6A) aus dem Nichts empor wie Phoenix aus der Asche. Mit dem potentiellen Biden Wahlsieg könnten in den USA eine massive Investitionswelle in „grüne“ Infrastruktur in Höhe von über 1,7 Billionen US-Dollar anstehen. Von diesem Hype könnte auch die junge Brennstoffzellen-Aktie Clean Power Capital profitieren. Sicherlich ist bei dieser Aktie auch viel Hoffnung eingepreist, denn wie lange ca. 80 Prozent p.a. Marktwachstum wie in den letzten 3 Jahren, nicht auf Dauer aufrechterhalten werden kann. Von diesem Marktwachstum muss sich Clean Power Capital auch erst einmal ein großes Stück Kuchen abschneiden, um in die derzeitige Markterwartung rein wachsen zu können. Das Aufschläge in Zukunftstechnologien gerechtfertigt sein können, zeigen Aktien wie Amazon, Google und Co. Gleichzeitig steigen neue Märkte eine Zeitlang steil an, um im Anschluss in eine scharfe Konsolidierung über zu gehen. Das war bei dem Internetboom genauso der Fall wie auch zuletzt bei den Cannabis-Aktien zu sehen. Das sollten Anleger immer im Hinterkopf behalten. Aktuell scheint die Clean Power Capital Aktien nach der Übernahme von PowerTap Hydrogen Fueling noch günstig bewertet zu sein, zumal das Management 48 Prozent aller Aktien hält. Mit dem Geschäftsmodell vom Ausbau des nordamerikanischen Wasserstofftankstellennetzwerkes zu profitieren ist zumindest ein riesiger Markt vorhanden. Das Ziel des Managements in den nächsten 3-5 Jahren bis zu 1.000 Wasserstofftankstellen aufzubauen heißt aber auch, jedes Jahr mindestens 200 Tankstellen zu bauen oder zumindest mit der PowerTap Technologie auszustatten.
Eine Tankstelle mit einer PowerTab Station auszustatten, kostet ca. 4 Millionen USD. Der Betreiber könnte durch die staatlichen Subventionen über den Emissionszertifikatehandel bereits nach Aufstellung ca. 2 Millionen USD zurückerstattet bekommen, so dass das Umrüsten von jeder einzelnen Tankstelle mit 2 Millionen Euro anzusetzen ist. Bei einer durchschnittlichen Laufzeit von 10 Jahren, muss der Tankstellenbetreiber im Minimum 250.000 USD p.a. Gewinn erzielen, um nur die Investitionskosten ohne Zinsen, Wartung, Personalkosten usw. wieder einzuspielen.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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