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27.05.2021 | 05:27

Starke Zahlen - Deutsche Rohstoff AG, IBM International Business Machines, Nvidia

  • Deutsche Rohstoff
  • ibm
  • nvidia
Bildquelle: pixabay.com

Seit ca. einem Monat tendieren die Börsen seitwärts und die Marktteilnehmer wissen nach 14 Monaten Aufwärtsbewegung nicht so recht, ob sie den „Bullen“ weiter hinterher rennen sollen oder ob nicht doch die Zeit für eine Konsolidierung ansteht. Nichtsdestoweniger gibt es genügend Branchen, welche die letzten Monate bereits konsolidiert haben und gerade wieder ansetzen, auf die „Überholspur“ zu wechseln.
Welche Aktien das sein könnten, lesen Sie hier:

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: DE000A0XYG76 , US4592001014 , US67066G1040


 

Wenn es läuft, dann läuft's!

Mit dem Absturz des Erdölpreises in 2020 markierte auch die Aktie der Deutsche Rohstoff AG (WKN: A0XYG7 ISIN: DE000A0XYG76 Ticker: DR0) mit 6,10 Euro am historischen Allzeittief. Doch wie Phoenix aus der Asche stieg die Aktie nach dem jähen Absturz um bereits über 140 Prozent binnen 14 Monaten wieder empor. Die Quartalszahlen für das erste Quartal 2021 sorgten zudem für eine Überraschung der besonderen Art. Der Gewinn der in Mannheim sitzenden Deutsche Rohstoff AG war höher als der Umsatz. Wie kann das sein, fragt sich der ein oder andere Marktteilnehmer?

Nun, das ist relativ einfach. In 2020 musste das Unternehmen Sonderabschreibungen auf das Anlagevermögen vornehmen. Weil der Erdölpreis niedrig war, wurden Anteile an Beteiligungen teilwertberichtigt. Da aber z.B. im ersten Quartel 2021 die Anteile an Oasis Petroleum durch den anziehenden Ölpreis mit deutlichem Gewinn verkauft werden konnten, wurden stillen Reserven gehoben, welche u.a. zu einem EBITDA von 21,29 Millionen Euro bei Umsatzerlösen von „nur“ 17,92 Millionen Euro führten. Bei einer Marktkapitalisierung von 72,3 Millionen Euro und diversen weiteren Beteiligungen (u.a. an dem zukünftigen Wolframproduzenten Almonty Industries) ist noch viel Potential bei der vom CEO Thomas Gutschlag geführten Aktiengesellschaft.

IBM – Jahrzehnte lange Reise

Nur wenige Unternehmen können auf eine 110 Jahre währende Geschichte zurück chauen und dabei immernoch in eine erfolgreiche Zukunft blicken wie IBM (WKN: 851399 ISIN: US4592001014 Ticker: IBM). Der Pionier der Computerindustrie dominierte jahrzehntelang bis in die 80er Jahre des 20ten Jahrhunderts die ganze Computerarchitektur der Welt. Erst mit Aufkommen des Internets und anderer Technologieunternehmen wurde die Dominanz zurückgeführt und IBM musste sich neu erfinden, um nicht komplett aus dem Technologiegeschäft rund um die Datenverarbeitung zu rutschen.

CEO Arvind Krishna schaffte es, den Konzern wieder auf Erfolgsspur zu bringen, indem er das Unternehmen auf Cloud-Computing und das künstliche Intelligenz KI-Geschäft konzentrierte.
Der CEO sieht mit der klaren Unternehmensausrichtung ein Marktpotential von 1 Billionen USD p.a. und hat entsprechend auch 11 Unternehmen aus diesem Marktsegment aufgekauft, um dieses Marktpotential auch zu erreichen. Als Langfristinvestor ist IBM ein Kaufkandidat und um die Aktienkursschwankungen auszugelichen, schüttet das Unternehmen eine Dividende aus, die bei einem aktuellen Kurs von 117,50 Euro eine Dividendenrendite von 4,56 Prozent p.a. bedeutet.

Nvidia – Rekordumsatz

Nvidia (WKN: 918422 ISIN: US67066G1040 Ticker: NVD) meldete für das erste Quartal 2021 wieder einen Rekordumsatz. Bereits in den letzten 4 Jahren wurde die Bruttomarge von 57,5 Prozent auf 65,8 Prozent in Q.4 2020 verbessert. Nun stieg der Umsatz im ersten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahr um sagenhafte 84 Prozent auf 5,66 Milliarden USD. Pro Aktie konnte damit ein Ergebnis von 3,66 USD erzielt werden, welches knapp 10 Prozent oberhalb der Analystenschätzungen lag.

Der Umsatz aus der Gaming-Sparte stieg dabei im Jahresvergleich sogar um 106 Prozent und konnte zum starken vierten Quartal 2020 noch einmal um 11 Prozent auf insgesamt 2,76 Milliarden USD wachsen. Das Geschäft mit den Datenzentren stieg auf 2,05 Milliarden USD, was ein Jahresanstieg von 79 Prozent ausgemacht hat. Auch die oben erwähnte Bruttomarge wurde noch einmal gesteigert und zwar auf 66,2 Prozent. Auf Grund der anhaltenden starken Nachfrage gibt Nvidia sogar für das zweite Quartal 2021 einen weiteren Anstieg der Bruttomarge auf 66,5 Prozent aus.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

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