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16.11.2021 | 05:46

Turnaround geschafft – Daimler, E.on, Osino Resources, Daimler Truck Holding

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Bildquelle: pixabay.com

Zum Entsetzen von CDU, SPD und Grünen ist es innerhalb der letzten sechs Monate zu einem gewaltigen Umschwung in der Betrachtung der Energiegewinnung aus Atomstrom gekommen. Während die Alt-Kanzlerin mit einem Turnaround erst 2010 die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken in Deutschland einleitete, kam bereits 2011 mit der Fukushima-Katastrophe in Japan der Ausstieg von der Verlängerung. Doch drohende Stromknappheit und steigender Verbrauch bedrohen die Netzstabilität in Deutschland, während Frankreich unter Macron voranprescht und neue CO2-neutrale Mini-Atomkraftwerke bauen möchte. Doch nicht nur in Deutschland steigen die Energiepreise, sondern auch die Inflation zieht immer weiter an. Ein gutes Signal für den Goldpreis und die zugehörigen Minenwerte.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: DAIMLER AG NA O.N. | DE0007100000 , E.ON SE NA O.N. | DE000ENAG999 , OSINO RESOURCES CORP. ON | CA68828L1004 , Daimler Truck Holding AG | DE000DTR0013


 

Gehts' jetzt los bei Osino Resources?

Nachdem in der vergangenen Woche in den USA der Verbraucherpreisindex auf 6,2% p.a. angestiegen ist, kannte der Gold- und Silberpreis nur eine Richtung und auch der Markt reagierte mit einem Kurssprung gen Norden. Goldproduzenten und Goldexplorer legten wieder zu. Damit dürfte nach 15 Monaten Gold- und Silberpreiskorrektur diese beendet sein und nun wieder der nächste Bullenmarkt eingeleitet werden. Dafür spricht, dass die Marktteilnehmer den Zentralbanken nicht abnehmen, dass die Inflation nur vorübergehend sein soll, denn dafür wird zum einen zu viel Liquidität in den Markt gepumpt und zum anderen frisst sich die Teuerung durch immer mehr Wirtschaftsbereiche und ist damit gekommen um zu bleiben.

Um von dem neuen Bullenmarkt überproportional zu profitieren, lohnt ein Blick auf das kanadische Unternehmen Osino Resources (WKN: A0M4W9 ISIN: CNE100000296 Ticker: BY6). Das Goldunternehmen ist in Namibia aktiv und unter den handelnden Akteuren des Unternehmens befinden sich erfahrene „Hasen“, welche die Otjikoto Mine in Namibia mit aufgebaut haben. Osino Resources hat in einer Wirtschaftlichkeitsberechnung eine Minenlebensdauer von 16 Jahren bei einer Goldproduktion von 99.000 Unzen p.a. angenommen und exploriert stetig, um diese Goldunzen im Boden zu erweitern. Das Unternehmen kümmert sich bereits um den Anschluss an das Hochspannungsstromnetz sowie die Wasserversorgung. Damit werden schon erste infrastrukturelle Schritte für den späteren Minenaufbau gegangen. Die Aktie notiert derzeit noch bei 1,27 CAD bzw. 0,87 EUR, dürfte aber bei weiter steigenden Goldpreisen zu einem der Verdopplungskandidaten gehören.

E.on – Der Profiteur

Profiteuer des kälteren Jahresverlaufes ist der E.on Konzern (WKN: ENAG99 ISIN: DE000ENAG999 Ticker: EOAN). Der Energiekonzern profitierte im derzeit laufenden Geschäftsjahr nicht nur von Kosteneinsparungen, sondern auch vom für viele Menschen überraschenden kühleren Wetter. Im dritten Quartal konnte das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 50% auf 765 Millionen EUR gesteigert werden. Daher ändert der Konzern auch nichts an der bereits im August angehobenen Prognose. Wichtig war das Kerngeschäft des Unternehmens, das nach einem Vorjahresquartalsverlust von 99 Mio. EUR im vergangenen dritten Quartal wieder schwarze Zahlen schrieb.

Auch der Umsatz des Konzernes stieg um 17% auf 15,1 Mrd. EUR. Dennoch verharrte der Aktienkurs nur knapp oberhalb der 11 EUR und damit auf einem seit August 2021 gleichem Plateau. Die Analysten der Deutschen Bank sind aber durch die Zahlen wieder etwas optimistischer und hoben das Kursziel auf 12 EUR an und bestätigten die Einstufung „Buy“. Auch die US-Bank Goldman Sachs bestätigte die Einstufung „Buy“, aber mit einem Kursziel von 13 EUR. Nur mit „Neutral“ stuft die UBS den Energiekonzern ein mit einem Kursziel von 11 EUR, während Jefferies die Aktie auf „Hold“ mit einem Kursziel von 9,80 EUR belässt. Damit liegen die Analysten eng beieinander, sehen aber scheinbar kein großes Wachstumspotential in den nächsten Jahren.

Daimler – es geht voran

Während die japanische Toshiba und die US-amerikanische General Electric ihre jeweilige Aufspaltung erst letzte Woche angekündigt haben, so ist der in Stuttgart ansässige Daimler Konzern (WKN: 710000 ISIN: DE0007100000 Ticker: DAI) schon weiter. Die Aufspaltung des Traditionskonzerns in eine PKW- und eine LKW-Sparte wird bereits zum 01.12.2021 vollzogen. Die neue Daimler Truck Holding AG wird unter der WKN: DTR001 bzw. der ISIN: DE000DTR0013 handelbar sein. Bisherige Daimler Aktionäre erhalten je zwei Daimler-Aktien dann automatisch eine Daimler Truck Holding Aktie in das Depot gebucht. Bis zum 10.12.2021 soll die Transformation vollzogen und die neuen Papiere auch handelbar sein.

Weiterhin soll dann die verbleibende PKW-Sparte der Daimler AG zum 01.02.2022 in die Mercedes-Benz Group AG umfirmiert werden. Die PKW-Sparte wird dann ca. 169.000 Menschen im Beschäftigungsverhältnis haben, während die LKW-Sparte noch rund 103.000 Angestellte beschäftigen wird. Mit der Aufspaltung in zwei Teilbereiche erhofft sich das Unternehmen mehr Fokus und Agilität und das soll die Wettbewerbsfähigkeit weiter erhöhen. Doch trotz Chipmangel, der auch Daimler ausbremste, konnte das Unternehmen im letzten Quartal noch 2,47 Mrd. EUR Gewinn für die Aktionäre erzielen.


Fazit

Die Energiesicherheit in Deutschland als Eckpfeiler der Deutschen Wirtschaftspolitik wurde in den vergangenen zwei Jahrzehnten sträflich vernachlässigt. Das rächt sich mittlerweile durch die teuersten Strompreise der Welt und das ist zunehmend ein Bremsklotz für die wirtschaftliche Erholung der Industrie. Profitieren dürfte davon der Energiekonzern E.on, während der Daimlerkonzern durch Aufspaltung den Konzernabschlag für seine Aktionäre in Form steigender Notierungen heben möchte. Mit ansteigendem Goldpreis wird hingegen der Wert von Osino Resources fast automatisch steigen und zwar überproportional. Damit wäre über das letztgenannte Unternehmen auch ein Ausgleich zur steigenden Teuerungsrate zu erwarten.


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