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21.06.2021 | 05:45

Unterbewertung oder Crash? Alibaba, Triumph Gold, Yamana

  • Triumph Gold
  • Yamana Gold
  • Alibaba
Bildquelle: pixabay.com

Dass stetige Auf und Ab an der Börse kennt jeder, der hier schon länger sein Geld anlegt. Aber jederInvestor sollte sich immer wieder fragen, ist die Bewertung des Unternehmens angemessen, ist sie zu hoch oder zu niedrig und wie sehen künftige Perspektiven des Unternehmens, der Branche, des Sektors und der Gesamtwirtschaft aus.

Dies ist wichtig, um bei starken Kursanstiegen, aber auch bei Kursrücksetzern, nicht in eine psychologische Falle der „Euphorie oder Depression“ zu verfallen, denn inmitten dieser psychologischen Falle werden unbedachte und zumeist gravierende Fehlentscheidungen getroffen. Gerade Kurskorrekturen oder Crashsituationen an den weltweiten Börsen, können dann zu interessanten Einstiegen wie in einem Sommerschlussverkauf genutzt werden.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: US01609W1027 , CA98462Y1007 , CA8968121043


 

Wenn Gold schnupft, …

... bekommen Goldaktien Fieber. In der vergangenen Woche wurde der Goldpreis um 141,95 USD bzw. -7,46% durch eine Shortattacke in die Knie gezwungen. Auch die großen Player der Goldbranche wie Newmont und Barrick mussten binnen weniger Tage Kursrücksetzer von gut 12% verbuchen. Ist dies nun wieder eine Trendwende beim Goldpreis oder nur eine kurze Zwischenkorrektur? Hat sich fundamental an den massiven Staatsanleihenkäufen der Zentralbanken und den billionenschweren Rettungspaketen der Industrienationen etwas geändert?

Starker Rückhalt

Während der Goldpreis seit Anfang Juni 2021 um gut 8% zurückgekommen ist, korrigierten im selben Zeitraum die beiden größten Goldproduzenten der Wel,t Newmont und Barrick Gold, mit einem Kursrückgang von ca. 15,8% und ca. 14,7%. Damit reagierten die beiden Unternehmen mit einem negativen Hebel auf den Shortangriff bei Gold mit knapp unter Minus 2.

Goldexplorer wie Triumph Gold (ISIN: CA8968121043, WKN: A2DK8F, Symbol: 8N61) haben in so einer Phase aber normalerweise einen noch stärkeren Hebel auf den Goldpreis, doch dieses Mal glänzt Triumph Gold mit außergewöhnlicher Stärke. Seit Juni 2021 konnte die Aktie sogar mit +2,7% auf 0,134 EUR je Aktie zulegen. Dies liegt sicherlich daran, dass Investoren von dem Gold-Kupfer-Vorkommen des Freegold Mountain Projektes überzeugt sind. Zu den Hauptinvestoren gehören größtenteils institutionelle Investoren, aber besonders sticht hervor, dass große Anteile auch bei Newmont (größter Goldproduzent der der Welt) aber auch Zijin Mining (größter Bergbaukonzern Chinas) gehören. Das gibt starken Rückhalt, nicht nur für den Aktienkurs.

Kriegskasse wächst

Die in Kanada ansässige Yamana Gold (ISIN: CA98462Y1007, WKN: 357818, Symbol: RNY) hat diverse Gold- und Silberproduktionen in den amerikanischen Ländern Kanada, Brasilien, Chile und Argentinien. Durch stetige Exploration und Optimierungsinitiativen werden die Ressourcen und Reserven der verschiedenen Gold- und Silberminen stetig erweitert. Durch den hohen Gold- und Silberpreis konnte das Unternehmen seine Cash Reserven auf über 678,1 Mio. USD ausweiten. Damit ist die Kriegskasse des Unternehmens für Investitionen und Zukäufe in den letzten Quartalen stetig gewachsen. Erst letzte Woche wurden daraus 12 Mio USD verwandt, um Liegenschaften um die bestehende Mine bei Wasamac (Quebec) zu arrondieren.

Die Gold-Produktionskosten bei Yamana Gold lagen im ersten Quartal 2021 bei ca. 1.045 USD je Unze Gold. Selbst bei einem aktuellen Goldpreis von 1.765 USD verdient das Unternehmen je Unze 720 USD. Bei einer Umsatzmarge von 40% liegt das Kurs-Cashflow Verhältnis bei dem Faktor von gerade einmal 6,8. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis steht bei einem Aktienkurs von 3,70 EUR bei nur 0,66. Da die Aktie aktuell mit einem Abschlag zum Buchwert von 34% eingekauft werden kann, dürfte der Wert bereits für Value-Investoren interessant sein.

Unterbewertung oder weiterer Crash?

Mit Absage des Börsengangs der Ant Group, Alibabas Finanzableger (WKN: A117ME ISIN: US01609W1027 Ticker: AHLA), ging die Aktie von Alibaba in die Knie. Von Ende Oktober 2020 beginnend bis heute, ging der Kurs um 33,5% zurück auf aktuell 212,30 USD bzw. 179,00 EUR. Auch wenn Jack Ma seinerzeit durch Kritik bei der kommunistischen Regierung Missfallen hervorgerufen hat, ist das chinesische Vorzeigeunternehmen auf dem aktuellen Kursniveau deutlich unterbewertet.
Die Wachstumsaussichten für Alibaba auf dem chinesischen Markt sind nach wie vor enorm. Charttechnisch betrachtet bildet sich derzeit ein Doppelboden sowie eine signifikate Unterstützung durch den 200er gleitenden Durchschnitt bei 172,50 EUR aus.

Die durchschnittliche Wachstumsrate des Unternehmens lag in den letzten sieben Jahren bei 23,8% p.a. und die über die Plattform des Unternehmens abgewickelten Geschäfte stiegen in den letzten Jahren sogar um über 51% pro Jahr. Ein weiterer Niedergang oder gar Crash bei der Alibaba Aktie ist nahezu auszuschließen. Wer daher langfristig vom Wachstumsmarkt China und Asien profitieren möchte, der nutzt die Unsicherheit von Marktteilnehmern als Chance und kann die Aktien von Alibaba nun verstärkt zukaufen.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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Mit zunehmender Angst vor einem Crash werden viele Anleger unruhig und wissen nicht so recht, ob sie alles verkaufen, Teilgewinne sichern oder einfach am Markt investiert bleiben sollten. Zudem kommt die Untersicherheit aus China, wie das Regime weiter mit den dominanten Marktakteuren umgeht. Kommen weitere Restriktionen oder gar Zwangsabspaltungen? Doch je stärker die Verunsicherung und Angst, desto höher stiegen in der Vergangenheit meistens die Kurse, denn die Börse geht meist den Weg des größten Schmerzes. In diesem Fall sorgt die Flucht aus maroden Staatspapieren und die Angst vor Bankinsolvenzen für stetigen Zufluss an den Aktienmärkten und damit Anlagedruck.

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Die Unsicherheit der Marktteilnehmer wächst, die Nervosität steigt und mit jedem neuen Allzeithoch und den folgenden Kursrücksetzern stellen sich immer mehr Marktteilnehmer die Frage: „Ist das nur eine Korrektur oder der Beginn des nächsten Crashs?“ Für beiden Seiten können gute Argumente gefunden werden. Zum einen die enorme Liquiditätsflutung der Finanzmärkte durch das billige Geld der Zentralbanken sowie die Flucht aus Staatsanleihen hinein in die Aktienmärkte. Andererseits bilden die Indizes wie der DAX 30, Dow Jones Industrial Index und S&P 500 seit Anfang April 2021 Divergenzen im RSI aus und zeigen das abnehmende Momentum an. Bisher wurden jedoch die jeweiligen Kursrücksetzer immer wieder aufgekauft, als Nachkauf-Gelegenheit betrachtet und ausgewählte Aktien sollten sie nun auf dem Schirm für das Langfristdepot setzen.

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Heute geht es um den neben Amazon größten Marktplatz der Welt: Alibaba.
Das Unternehmen hat seinen eigenen fünf-Jahresplan von 2019 bereits jetzt nach 1 1/2 Jahren erfüllt, wird aber auf Grund der Srafzahlung und dem ungewissen zukünftigen Staatseingriffen derzeit mit einem Abschlag gehandelt. Kurzfristig rechne ich sogar noch mit einem weiteren deutlichen Abverkauf aber mittel und langfristig erwarte ich einen Ertrag von 24% bis 30% p.a. auf Sicht der nächsten 4,5 Jahre.

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