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13.03.2023 | 05:45

Uranhunger der neue Atomkraftwerke - E.on, Myriad Uranium, RWE AG Aktie

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  • RWE
Bildquelle: pixabay.com

Die drei noch laufenden Atomkraftwerke in Deutschland liefern derzeit noch ca. 6 % der benötigten Gesamtenergie. Dieser grundlastfähige Strom ist im Wesentlichen verantwortlich, dass die weltweit höchsten Strompreise in Deutschland noch auf hohem Niveau stabil gehalten werden können und zum anderen das Land noch ohne Stromabschaltungen auskommen kann. Das soll sich nach Willen der Bundesregierung trotz anhaltender Energiekrise und Investitionsflucht der Industrie ins Ausland ab April ändern, während der Rest der Welt die Atomkraft massiv ausbaut. In 15 Ländern der Erde werden derzeit 60 neue Atomkraftwerke gebaut und mehr als 100 weitere sind bereits in der Planungsphase. Das wird die weltweite Urannachfrage signifikant ansteigen lassen, um den Energiehunger der Welt befriedigen zu können.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Alfred Laugeberger
ISIN: E.ON SE NA O.N. | DE000ENAG999 , MYRIAD URANIUM CORP | CA62857Y1097 , RWE AG INH O.N. | DE0007037129


 

Uran braucht die Welt – Myriad Uranium

Die Hauptproduzenten von Uran ist das kasachischen Uranunternehmen Kazatomprom und das kanadischen Unternehmen Cameco. Doch durch den sehr niedrigen Uranpreis der letzten Jahre wurde viele Uranminen geschlossen und nur noch sehr wenige Geld in die Exploration neuer Lagerstätten gesteckt. Neue Uranlagerstätten sind daher derzeit noch wenig im Fokus der Öffentlichkeit, doch das dürfte sich in den kommenden Jahren ändern. Nachdem Cameco die stillgelegte McArthur Mine wieder in den Betrieb nehmen will und Milliardäre wie der Kanadier Erik Sprott sogar einen physisch hinterlegten ETF auf Uran aufgelegt hat, sollte der Fokus sich im Mainstream, zumindest außerhalb von Deutschland wieder ändern.

Das sollte Unternehmen wie Myriad Uranium (WKN: A3D1E0 ISIN: CA62857Y1097 Ticker-Symbol: C3Q) n den kommenden Monaten und Jahren in den Fokus bringen, denn diese suchen Uran oder haben es bereits gefunden. Myriad Uranium konnte im afrikanischen Land Niger Uran auf dem optionierten Grundbesitz von über 1.800 qkm nachweisen. In der geologische Verwerfung Arlit Fault ist das Unternehmen in der Nähe der Imouaren-Mine mit seinen dortigen politisch gut vernetzten Partnern von Loxcroft aktiv. Nach dem afrikanischen Land Mali scheint der Niger das Land mit den größten Uranressourcen von Afrika zu sein und dürfte daher immer stärker in den Fokus der Weltöffentlichkeit kommen. Das bietet Investoren die Chance sich frühzeitig bei einem Nischenplayer zu positionieren.

Anschlag bei RWE

Ganz anders als im Rest der Welt tickt die Uhr bei Unternehmen in Deutschland wie z.B. bei der RWE AG (WKN: 703712 ISIN: DE0007037129 Ticker-Symbol: RWE). Während sich die meisten Menschen auf der Welt noch Zugang zu fließenden Wasser und elektrischen Strom wünschen, werden in Deutschland bereits Anschläge auf die Energieinfrastruktur verübt. Erst dieses Wochenende wurde auf dem Gelände von dem Garzweiler Tagebau ein ca. 80 Meter hoher Strommast bewusst beschädigt und zum Einsturz gebracht. Solange der Strom aus der Steckdose kommt, machen sich hierzulande die wenigsten Menschen bewusst, wie schwierig die flächendeckende Versorgung mit Energie ist und gerade unter dem Einfluss der vermeintlichen Klimaneutralität werden einige Akteure immer radikaler.

Der zerstörte Strommast in Garzweiler hätte zu schwerwiegenden Auswirkungen in der Region führen können, denn über die dortige Leitung wird u.a. die Wasserversorgung von Grevenbroich mit Energie bedacht. Doch durch andere Stromleitungen, die nicht von der Sabotage betroffen waren, konnte das von RWE betriebene Wasserwerk seine Aufgaben weiter erfüllen. Die Polizei hat gegen diesen Anschlag bereits Ermittlungen aufgenommen, die aber wie so oft im Sande verlaufen werden. Doch das hält die Schweizer UBS nicht ab, die Aktie von RWE weiterhin auf „Buy“ zu belassen mit einem Kursziel von 46 EUR.

E.on – hält sich stabil

Die Aktie des Energiekonzerns E.on (WKN: ENAG99 ISIN: DE000ENAG999 Ticker-Symbol: EOAN) konnte sich im turbulenten Wochenausklang sehr gut behaupten. Während viele Aktien und Indizes verstärkt unter abgabedruck leiden mussten, konnte die Aktie von E.on sich gut behaupten und den freitäglichen Handel sogar mit leichtem Plus abschließen. Die Aktie notiert nun mit 10,26 EUR leicht oberhalb der Zweistelligkeit, doch mit zunehmender Unsicherheit an den internationalen Finanzmärkten dürfte Versorgeraktien wie von E.on für die gesuchte Stabilität im Depot ein Anker sein.

Für die zukünftige Versorgungssicherheit Deutschland dürfte aber derzeit die Aussage von E.on Unternehmenssprecher für Aufmerksamkeit innerhalb der Energiekrise von Deutschland sorgen. Weit ab vom Mainstream äußerte sich der E.on Sprecher zur Reparatur der North-Stream Pipeline. "Bisher hat die Betreibergesellschaft Nord Stream AG den Anteilseignern wie E.on keinen Vorschlag für oder gegen die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit der Leitungsstränge zur Entscheidung vorgelegt." Auch Eon sei an Aufklärung interessiert: "Die Betreibergesellschaft Nord Stream AG untersucht und analysiert weiterhin die Schadenslage."


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