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02.06.2021 | 05:45

Vertrauen Sie dem Staat!? Grenke, Paion, QMines Limited

  • Grenke
  • Paion
  • QMines Limited
Bildquelle: pixabay.com

Die meisten Börsenexperten können sich nicht erklären, warum die Aktienkurse immer weiter steigen und vermuten eine gigantische Blase. Was diese Börsenexperten aber vergessen ist, dass viele Investoren kein Vertrauen mehr in die Rückzahlungsfähigkeit der Staaten haben und ihre Staatsanleihen-Quoten sukzessive herunter fahren. Doch wohin soll dieses Geld dann investiert werden? Liquidität kostet Strafzinsen und beinhalten ein Bankausfallrisiko! Es fließt in die liquiden Aktien- und Rohstoffmärkte und sorgt dort für immer weiter steigende Kurse. Klar, etliche Aktienwerte - gerade im Wachstumssegment -sind überteuert, aber viele bilanziell gesunde Unternehmen sind im Vergleich dazu noch unterbewertet.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode


 

Gold und Kupfer

Das junge australische Bergbauunternehmen QMines (WKN: A2QSAM ISIN: AU0000141533 Ticker: 81V) entwickelt sein Mount Chalmers Projekt in Zentral-Queensland, im Westen von Australien. Das dortige Gold-Kupfer-Projekt war bis in die 1980er Jahre in Produktion, ehe der Abbau von Kupfer und Gold auf Grund verfallener Rohstoffpreise nicht mehr lukrativ war. Das war damals bei 1,15% Kupfergehalt, 0,81 g/t Gold und 8,4 g/t Silber. Umgerechnet entspricht das 1,9% Kupferäquivalenten. Wenn man bedenkt, dass Kanadas größter Kupferproduzent Teck Resources mit seiner Highland Valley Copper Mine mit 0,3% Kupferäquivalenten hoch profitabel arbeitet, kann erahnt werden, auf welchem Potential QMines sitzt. Dieses zu heben, ist Aufgabe des Managements und durch gezielte Bohrungen sollen die bereits nachgewiesenen Kupfervorkommen verdoppelt werden.

Die Ergebnisse vom 19.05.2021 zeigen jedenfalls die Richtung auf. Bei 11 Bohrlöchern wurden bedeutende Abschnitte über teilweise 38m mit Kupfervorkommen von 1,55% bis 3,55% gefunden. Bezogen auf die Vergleichsunternehmen dieses Sektors würde dies einen Aktienkurs von 0,64 – 0,94 AUD rechtfertigen. Bei einem aktuellen Kurs von 0,42 AUD je Aktie wäre ein Kursanstieg von 52% bis 124% möglich. Da die Aktien erst seit drei Wochen in Deutschland gelistet sind und derzeit erst ein geringes Marktvolumina vorherrscht, sollte unbedingt nur limitiert in die Aktie eingestiegen werden. Mittelfristig hat die Aktie auf Grund der Gold- und Kupferrallye Potential, sich mehr als zu verdoppeln.

Trendwende und 100% Potential?

Nach der Shortattacke auf den Leasingspezialisten Grenke (WKN: A161N3 ISIN: DE000A161N30 Ticker: GLJ) vom 14.09.2020 und dem damit verbundenen massiven Abverkauf nach den Bilanzmanipulationsvorwürfen, konnte sich die Aktie wieder stabilisieren. Sie schwankt seitdem in dem Korridor von 25 bis 45 Euro je Aktie. Nach dem Wirecard Skandal sind die Marktteilnehmer vorsichtig geworden und haben seither die Aktien links liegen gelassen. Da die 2020er Bilanz nicht rechtzeitig vorgelegt werden konnte, flog die Grenke-Aktie Anfang Mai 2021 zudem aus dem SDAX.

Doch die bisherigen Ergebnisse in Q.I 2021 liegen innerhalb der Erwartungen und können sich sehen lassen. Der Gewinn ging zwar zum Vorjahresquartal um 5,7 Millionen Euro auf 14 Millionen Euro zurück, lag aber innerhalb der Markterwartungen. Das Unternehmen bekräftigt seine Geschäftsprognose für das Gesamtjahr 2021 und rechnet mit einem Leasing-Neugeschäft von 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro und einem Gewinn von 50 bis 70 Millionen Euro. Der Gewinn im ersten Quartal fiel u.a. deswegen niedriger aus, weil außergewöhnliche Beratungs- und Prüfungskosten in Höhe von 6,7 Millionen Euro zu Buche schlugen, damit die Manipulationsvorwürfe entkräftet werden konnten. Ansonsten wäre der Gewinn sogar um eine Million Euro höher ausgefallen als in Q.I 2020. Damit weist Grenke die Bilanzvorwürfe nachweislich von sich, notiert aber noch immer mit einem Abschlag von über 50% zum Vorjahreszeitraum. Das eröffnet 100% Kurspotential.

Durchwachsene Kursentwicklung

Im letzten Jahr 2020 war die Aktie von Paion (WKN: A0B65S ISIN: DE000A0B65S3 Ticker: PA8) nichts für schwache Nerven. Der Jahresstart war mit einem 40 Prozent Anstieg sehr gut, ehe die Corona-Angst den Wert bis Mitte März 2020 um 50 Prozent einbrechen lies. Die anschließende Rallye lies die Aktie dann um 164 Prozent auf 3,35 Euro in der Spitze ansteigen, nur um dann bis Anfang Mai 2021 wieder um 50 Prozent einzubrechen. Aber im Vergleich zum letzten Jahr hat sich einiges geändert. Im ersten Quartal 2020 beschränkte sich der Umsatz von 3,5 Millionen Euro auf vereinbarte Meilensteinzahlungen, während im ersten Quartal 2021 von den 3,2 Millionen Euro Umsatz bereits 0,6 Millionen Euro aus Verkäufen des neu zugelassenen Narkosemittels Remimazolam stammten.

Damit erreichte Paions Cashflow positives Terrain! Die Aachener erwarten für das Gesamtjahr einen Umsatz von 8 bis 9,5 Millionen Euro, vorwiegend aus dem Verkauf des Remimazolam-Wirkstoffes sowie den Erträgen aus der Vermarktung, den Lizenzgebühren und den Meilensteinzahlungen. Da aber Verwaltungs-, Vertriebs- und Marketingaufwendungen in diesem Jahr ausgebaut werden, wird ein Verlust am Jahresende von 16,5 bis 21,5 Millionen Euro erwartet. Den Break-Even zur bilanziellen schwarzen Null erwartet das Unternehmen (selbst) erst Ende 2023 bzw. Anfang 2024.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

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