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13.02.2024 | 05:45

Vor den Quartalszahlen – Barrick Gold, Desert Gold Ventures, thyssenkrupp Aktie

  • Barrick Gold
  • Desert Gold
  • thyssenkrupp
Bildquelle: pixabay.com

Die letzte Woche war im Deutschen Aktienindex DAX von Unsicherheit und Volatilität geprägt. Standen bei einigen Investoren wegen dem stark fallenden Aktienkurs der Deutschen Pfandbriefbank bereits die Schweißperlen auf der Stirn, rechnen die meisten Marktteilnehmer derzeit nicht mit einer neuen Bankenkrise. Der DAX konnte sich daher im Laufe des Rosenmontagshandels erholen, schaffte aber nicht den Ausbruch aus der nun zweiwöchig andauernden Seitwärtsbewegung. Daher legen die Marktteilnehmer den Fokus auf die Unternehmen mit anstehenden Quartalszahlen und dazu gehören:

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Sven Ferber
ISIN: CA0679011084 , CA25039N4084 , DE0007500001


 

thyssenkrupp vor Q4 Kennzahlen

Seit 2007 haben die Aktionäre des Stahlkonzerns thyssenkrupp AG (WKN: 750000 | ISIN: DE0007500001 | Ticker-Symbol: TKA) nicht viel zu lachen. Das letzte Allzeithoch der Aktie bildete das Unternehmen im Oktober 2007 bei 46,92 EUR aus und seitdem ging es mit dem Aktienkurs beständig bergab. 17 Jahre später notiert die Aktie bei nur noch 5,67 EUR und damit nur 2,40 EUR oberhalb des Allzeittiefs von März 2020. Mit Entschlossenheit will daher CEO Migual Lopez den Zustand des Industriekonzerns verbessern und das Unternehmen wieder auf Spur bringen. Ziel ist ein profitables Wachstum zu erreichen.

Das im September beendete Geschäftsjahr 2022/23 hat der Konzern mit einem Verlust von 2 Mrd. EUR beenden müssen und auch der Umsatz ging um 9 % auf 37,5 Mrd. EUR zurück. Daher schauen die Marktteilnehmer nun gespannt auf den 14.02., wenn das Unternehmen seine Q1 Kennzahlen des aktuellen Geschäftsjahres 2023/24 präsentiert. Anleger erhoffen sich vor allem auch einen Ausblick auf thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) und ob hier ein möglicher Einstieg des Staates zur Sicherstellung von milliardenschweren Garantien für den Schiffsbau bevorsteht. Sollte dieser kommen, würde zumindest der Ausblick für diesen Unternehmenszweig ein deutlich positives Signal liefern.

Desert Gold mit Lichtblick

Der Goldpreis befindet sich seit Wochen in einer Seitwärtsphase auf hohem Niveau und kann bisher seinen Kurs oberhalb der 2.000 USD-Marke halten. Doch von ihren Hochs sind die Aktien der Goldproduzenten und -explorer noch meilenweit entfernt. Viele Aktien notieren nach wie vor 70 % – 95 % unterhalb ihrer Allzeithochs und bisher trauen sich keine neuen Investoren im aktuellen Marktumfeld in diesen Sektor wieder einzusteigen. Was schlecht für die Aktiengesellschaften ist, aber gut für die antizyklischen Investoren.

Diese können sich derzeit mit der Qual der Wahl in gute Projekte zu extrem niedrigen Aktienkursen einkaufen. Eines dieser interessanten Projekte befindet sich im Besitz des kanadischen Goldexplorers Desert Gold Ventures (WKN: A14X09 | ISIN: CA25039N4084 | Ticker: QXR2). Dieser hat auf seinem SMSZ-Goldprojekt in Westafrika bereits mehr als 1 Mio. Bodenunzen Gold ausgewiesen. Doch mit einer Marktkapitalisierung von gerade einmal 8,8 Mio. USD wird die Unze Gold im Boden mit weniger als 10 USD bewertet. In der unmittelbaren Umgebung des SMSZ-Projektes laufen zwei bekannte Goldvererzungszone zusammen. In dieser geologischen Verwerfungszone befinden sich auch die Goldminen von AngloGold Ashanti, Barrick Gold oder B2Gold.

Um das Projekt auch in 2024 weiterzuentwickeln und die bisherigen Ressourcen auszuweiten, sammelt Desert Gold derzeit per Eigenkapitalerhöhung Geld ein. Ziel ist es u. a. die Rentabilität des oberflächennahen Goldes auf zwei Teilgebieten durch Haufenlaugung zu ermitteln und vorzubereiten. Kann dies zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt werden, könnte Desert Gold neben der Fortführung der Exploration auch den Goldabbau betreiben und so die Exploration aus eigenen Mitteln bestreiten.

Kostenfreie Anmeldung ist über diese Internetseite möglich.

Barrick Gold vor dem Jahresabschluss

Ebenfalls auf einem sehr tiefen Niveau notiert die Aktie des zweitgrößten Goldproduzenten der Welt, Barrick Gold (WKN: 870450 | ISIN: CA0679011084 | Ticker-Symbol: ABR). Gerade einmal 14,75 USD je Anteilschein (13,66 EUR) werden derzeit aufgerufen und lassen eine Dividendenrendite von 4,35 % p. a. für 2024 erwarten. Die Marktteilnehmer rechnen für die zum 14.02.2024 angekündigten Quartalskennzahlen mit einer höheren Goldproduktion, die auch zu etwas höheren Goldpreisen verkauft worden sein dürfte. Der gesamte Umsatz im vierten Quartal sollte daher im Bereich der 3,0 – 3,1 Mrd. USD betragen und zwischen 1,1 bis 1,2 Mio. Unze Gold produziert worden sein. Auch die Kupferproduktion sollte wieder gesteigert worden sein und bis zu 134 Mio. Pfund betragen.

Gleichzeitig dürften aufgrund hoher Energiepreise und allgemeiner Teuerung die Kosten der Produktion gestiegen sein. Jedoch sollten die Gesamtkosten der Goldproduktion (AISC) unterhalb der 1.400 USD/Unze Gold betragen haben. Das würde zu einer Marge von ca. 600 USD bei einem Goldpreis von 2.000 USD führen. Für das Gesamtjahr sollte aber nach den Investitionen der vergangenen zwei Jahren die AISC Richtung 1.200 USD gedrückt werden können. Bei einem Goldpreis von 2.000 USD würde dann die Marge auf 800 USD je Unze bzw. von 42 % auf 66 % gesteigert werden können.

Fazit

Die Bodenbildung bei Desert Gold dauert bereits nun sechs Monate an und das Interesse der Marktteilnehmer an Aktien aus dem Goldsektor nimmt wieder zu. Mit Spannung werden daher auch die Kennzahlen vom zweitgrößten Goldproduzenten der Welt, Barrick Gold, erwartet und vor allem der Marktausblick für 2024. Ebenfalls interessant in dieser Woche sind die Kennzahlen von thyssenkrupp und wie der seit Juli amtierende CEO nun den Stahlkonzern nachhaltig auf einen „grünen“ Zweig bringen möchte.


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