Menü

05.12.2023 | 05:30

Vor neuen Allzeithochs - dynaCERT, RWE AG, K+S AG Aktie

  • dynaCERT
  • RWE
  • K+S
Bildquelle: pixabay.com

Die Rally an den Börsen setzt sich seit Ende Oktober dieses Jahres unvermindert fort. Der Dax steht mit 16.400 Punkten nur noch 129 Punkte unterhalb neuer Allzeithochs und auch die US-Indizes sind nicht mehr weit vor neuen Höhenflügen entfernt. Die Jahresendrally lässt die Marktteilnehmer nun langsam wieder optimistischer werden, setzt aber gleichzeitig viele Anleger unter Druck. Diese laufen der Performance der Indizes mit ihren Depots noch hinterher, weil die Cashquoten nach wie vor zu hoch sind. Davon könnten nun Aktien aus der zweiten Reihe, wie auch Unternehmen, die bisher noch nicht Teil von der Rally waren, profitieren.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Alfred Laugeberger
ISIN: CA26780A1084 , DE000KSAG888 , DE0007037129


 

dynaCERT kurz vor der Zertifizierung?

Von der laufenden Börsenrally konnte das kanadische Unternehmen dynaCERT Inc. (WKN: A1KBAV, ISIN: CA26780A1084, Ticker: DMJ) bisher noch nicht so stark profitieren. Der Aktienkurs steht aktuell nur leicht höher, als zum Jahresanfang. Doch seit Ende Oktober steigt auch hier das Interesse an der Aktie wieder. In der abgelaufenen Börsenwoche konnte das Unternehmen durch interessante Neuigkeiten zudem wieder Investoren anlocken und unter hohen Kaufvolumina ging es für den Aktienkurs aufwärts.

So veröffentlichte das Wasserstoffunternehmen letzten Montag, dass es den endgültigen Bewertungsbericht von Earthood Services erhalten hat. Die Erstellung des Berichtes über die Methodik zur Verbesserung der Effizienz von Flottenfahrzeugen und Verbrennungsmotoren ist dabei Grundlage für die nun anschließende Zertifizierung von Verra. Mithilfe dieser würde die CO2-Ersparnis durch die Anwendung der HydraGEN™-Technologie entsprechende Emissionszertifikate emittieren. Daraus würden dann dynaCERT und der Anwender der Technologie, entsprechend dem jeweiligen Marktpreis der CO2-Zertifikate, zusätzlichen Cashflow generieren.

K+S AG - „Overweight“ oder „Underperform“?

Mit 13,35 EUR erreicht die Aktie der K+S AG (WKN: KSAG88, ISIN: DE000KSAG888, Ticker-Symbol: SDF) in der vergangenen Woche ein neues Zweijahrestief. Damit profitierte der Wert bisher nicht von der Aufwärtsbewegung der Aktienmärkte, sondern setzt sein abwärtsgerichtetes Bewegungsmuster unverändert fort. Für die Investmentbank Exane BNP Paribas war das Anlass genug, die Einschätzung des Düngemittel- und Salzproduzenten zu überdenken. Das Papier wurde in der letzten Woche von Analyst Rikin Patel von „Neutral“ auf „Underperform“ gesetzt. Auch das Kursziel wurde von bisher 16 EUR auf nur noch 11 EUR gesenkt. Begründung sei das Überangebot an Düngemittel, das alle Marktteilnehmer mit sinkenden Margen bezahlen müssen. Zudem könnte im kommenden Jahr ein weiteres Angebot von Anglo American und BHP auf die internationalen Märkte kommen und dann die Preise weiter unter Druck setzen.

Während Exane BNP Paribas mit dieser Einschätzung prozyklisch reagiert, sieht es die US-Bank J.P. Morgan anders und reagiert antizyklisch. Sie sieht den Ausblick für die europäische Chemiebranche positiv und stuft K+S als „Overweight“. Der Sektorabschwung dauert nun seit dem zweiten Quartal 2022 an und sei schlimm und lang gewesen. Analyst Chetan Udeshi sieht aber ein Ende des Abschwungs kommen, denn die Lagerbestände der Kunden dürften bereits größtenteils abgebaut sein. Wenn sich nun der Ausblick für 2024 weiter aufhellt, dürften gerade auch Düngerhersteller wie K+S davon profitieren, zumal sich die Aktie seit 2022 unterdurchschnittlich entwickelt hat.

RWE als „Outperform“

Die RWE AG (WKN: 703712, ISIN: DE0007037129, Ticker: RWE) Aktie konnte seit Anfang Oktober den Schalter um- und den Turbo einlegen. Von 31,55 EUR je Aktie ging es zuletzt um über 25 % aufwärts. Die 40 EUR-Marke konnte vergangenen Mittwoch kurzzeitig überwunden werden. Die Nachrichten zur Auftragslage überzeugen die Aktionäre im Moment und letzten Freitag konnte RWE eine milliardenschwere Neuigkeit bekanntmachen. Der Essener Energiekonzern verkündete die Zusammenarbeit mit dem aus den Vereinigten Arabischen Emiraten stammenden Unternehmen Masdar.

Zusammen wollen beide Unternehmen über 11 Mrd. Pfund (12,7 Mrd. EUR) in zwei Offshore-Windparks in den flachen Gewässern der Doggerbank in der Nordsee investieren. Der vor der Küste von Yorkshire geplante Windpark würde nach Fertigstellung der vorläufig größte der Welt sein. Die Kapazität der beiden Projekte würde jeweils 1,5 GW betragen. Sie sollen einen wichtigen Beitrag für die britischen Klimaneutralitätsziele liefern. RWE wird an diesen Parks jeweils 51 % der Anteile übernehmen und ist verantwortlich für die Entwicklung, Bau und den Betrieb während der gesamten Betriebsdauer. Baubeginn ist für 2025 geplant und bis 2029 sollen die ersten 800 MW ans Netz gebracht werden. Bis Ende 2031 soll die Fertigstellung und der vollständige Betrieb der beiden Windparks erreicht sein.

Für die kanadische Bank RBC sind u. a. dieserart Neuigkeiten sehr gut und der Analyst Alexander Wheeler sieht die RWE Aktie als „Outperform“ mit einem erhöhten Kursziel von 55 EUR nach zuvor 51 EUR.

Fazit

Die aktuelle Marktsituation lässt den Risikoappetit der Anleger und Investoren wieder ansteigen. Während bei RWE die Aktie in den letzten Wochen schon gut zulegen konnte, ist der Startschuss der Aufwärtsbewegung bei dynaCERT erst letzte Woche erfolgt. K+S dagegen wird derzeit dagegen kaum Beachtung geschenkt.



Interessenskonflikt

Gemäß § 85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Ita Joka S. A. sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Ita Joka S. A. (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

Die Ita Joka S. A. ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Ita Joka S. A. für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

Risikohinweis

Die Ita Joka S. A. bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf derfinanzinvestor.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Ita Joka S. A. und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Ita Joka S. A. und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


Weitere Kommentare zum Thema:


Energiebedarf wächst immer schneller! CHAR Technologies, Orsted, RWE

Energiebedarf wächst immer schneller! CHAR Technologies, Orsted, RWE

Kommentar vom 02.03.2026 | 05:45

Der Angriffskrieg der USA und Israel auf den Iran wird nicht nur die Rohstoffversorgung Europas mit Erdöl und Erdgas gefährden und verteuern, sondern auch die Teuerungsrate entlang der ganzen Wertschöpfungskette über die nächsten Jahre deutlich erhöhen. Da die Prognose für 2026 mit 1,9 % Inflationsrate durch die deutlich anziehenden Energiepreise nicht zu halten sein wird, dürften nicht nur Zinssenkungen in diesem Jahr vom Tisch sein, sondern mittelfristig Zinserhöhungen eine einzukalkulierende Option werden. Da der globale Energiebedarf aber im Zuge der KI-Revolution noch stärker wächst als bisher angenommen, werden Energieerzeuger aus den unterschiedlichsten Bereichen immer interessanter.

Zum Kommentar


Durchbruch in 2026? E.ON, dynaCERT, Heidelberger Druckmaschinen, Ondas Holdings

Durchbruch in 2026? E.ON, dynaCERT, Heidelberger Druckmaschinen, Ondas Holdings

Kommentar vom 05.01.2026 | 05:45

Die Prognosen der Analysten, Bankhäuser und Investmentprofis für das gestartete neue Jahr 2026 sind vielfältig und die Einschätzungen liegen teils weit auseinander. Während die einen vor einem starken Rückgang in einem überhitzten Markt warnen, sehen andere eine weitere Fortsetzung des Bullenmarktes trotz historischer Höchststände an den Aktienmärkten als unausweichlich an. Wer in der von Unsicherheit geprägten Welt des Geldes aber langfristig seinen Vermögensaufbau bewerkstelligen möchte, der dürfte mit den Grundprinzipien wie Risikostreuung und Diversifikation weiterhin am besten fahren.

Zum Kommentar


Energieversorgung und Überregulierung – American Atomics, RWE, Uranium Energy

Energieversorgung und Überregulierung – American Atomics, RWE, Uranium Energy

Kommentar vom 17.12.2025 | 05:45

Die Überregulierung aus Brüssel nimmt in der Europäischen Union kein Ende. Anstatt Bürokratie abzubauen und die Wettbewerbsfähigkeit der noch verbleibenden Unternehmen zu erhöhen, sollen weitere Steuern und Zölle erhoben und die Regulatorik erweitert werden. Die Kassen in Brüssel sind wie bei jeder Regierung notorisch leer und daher soll nun der Zoll auf CO2 auch auf Autoteile, Kühlschränke und Waschmaschinen ausgeweitet werden. Die EU-Kommission will dazu am heutigen Mittwoch Stellung beziehen. Währenddessen bauen sich an vielen Stellen der Welt noch größere Herausforderungen auf, z. B. die Energieversorgungskrise, die durch die künstliche Intelligenz nochmals befeuert wird. Diese Unternehmen kümmern sich darum und wollen mit ihren Problemlösungen Geld verdienen.

Zum Kommentar