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13.11.2019 | 05:45

VW, Toyota, MAN, dynaCERT Inc – Wasserstoffantrieb, E-Mobilität oder Hybrid-Diesel

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Bildquelle: pixabay.com

Über Monate und Jahre wurde unter Politikern und Experten in den sozialen, wie auch Online- & Printmedien, über die Zukunft der Automobilindustrie nicht nur diskutiert, sondern mit harten Bandagen gekämpft. Ist die Elektromobilität das Allheilmittel? Sollte die Bundesregierung es der japanischen Regierung gleichtun und auf Wasserstoff setzen?
Ist die Dieseltechnologie gar nicht so schlecht und könnte sie als Hybrid-Kombination zu neuer Blüte aufsteigen?

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Dr. Tim Faustmann


 

Toyota und die japanische Wasserstoffgesellschaft

Die japanische Regierung hat sich unter dem Premierminister Shinzo Abe das Ziel gesetzt, in die Wasserstoffgesellschaft einzusteigen. Hierfür wurde ein gigantisches Subventionsprogramm aufgelegt, um den Umstieg der Wirtschaft hin zur Wasserstofftechnologie zu erreichen. Würde dieser gelingen, könnte sich der Inselstaat von seinen Energieimporten (ca. 94% der fossilen Energie wird importiert) unabhängiger machen. Auch der Toyota Konzern will seinen Teil dazu beitragen und mit dem Wasserstoffauto Mirai eine breitere Kundenbasis erreichen. Doch selbst die steuerlichen Subventionen von umgerechnet bis zu 27.800 Euro je Auto beflügeln den Absatz in Japan nicht wie erhofft. Das könnte zum einen an den hohen Anschaffungskosten von umgerechnet ca. 57.000 Euro liegen, zum anderen aber auch an dem bisher nur spärlich ausgebauten Tankstellennetz. Dieses soll bis zu den Olympischen und Paralympischen Sommerspielen 2020 auf 160 Tankstellen im ganzen Land ausgebaut werden.

Volkswagen – Wasserstoff oder E-Mobilität bei PKW?

Der Autobauer aus Wolfsburg hat sich zumindest für die nächsten Jahre auf die E-Mobilität für PKW’s festgelegt und fokussiert. Konzern Vorstand Diess will bis 2025 den CO2 Flottenverbrauch um 30% reduzieren. Nach seiner Auffassung ist der batterieelektrische Antrieb „die einzige verfügbare Technologie, die sich schnell und zu vertretbaren Preisen in die Breite bringen lässt“.
Ein Wasserstoff-PKW wird es bei Volkswagen daher auf absehbare Zeit nicht geben. Dieses bestätigt auch Frank Klose, Mitherausgeber der Horvath & Partners-Studie: „Wir glauben, dass es großes Potenzial gibt, wenn man grünen Wasserstoff in Anwendungen forciert, in denen er sich langfristig wirklich durchsetzen kann. Vor allem in der Industrie, außerdem im Schwerlast- beziehungsweise Flug- und Schiffsverkehr“.

MAN – Tochter von Volkswagen & dynaCERT Inc. mit Mosolf SE

Genau diesen Ansatz aus der Horvath & Partners-Studie verfolgt die kanadische dynaCERT Inc. und in Deutschland indirekt der LKW Produzent MAN. Für dessen Euro 5 und Euro 6 Zugmaschinen hat das Wasserstoffunternehmen dynaCERT Inc. eine Allgemeine Betriebserlaubnis erhalten. Mit dem kostengünstigen Einsatz ihrer autarken Wasserstoffversorgung kann der Dieselkraftstoffverbrauch der Just-In-Time liefernden LKW-Kolonen um 7-9% gesenkt werden. Damit reduziert sich gleichzeitig der CO2-Ausstoß des LKW’s um 7-10% und auch der viel diskutierte Ausstoß von Feinstaub und Stickoxiden geht teilweise weit über 50% zurück. Daher ist es kein Wunder, dass die Mosolf SE, als führender Technik- und Logistikdienstleister mit über 1.000 Fahrzeugspezialtransportern, als erster innovativer Flottenbetreiber die Technologie der dynaCERT Inc. testen und nutzen wird. Mögliches Ziel von Mosolf SE ist sicherlich nicht nur Innovationstreiber im hart umkämpften Logistikmarkt zu werden, sondern auch mittelfristig den Flottenverbrauch an Diesel zu reduzieren, welcher einer der größten Kostenblöcke bei Logistikern ist.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

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