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29.06.2021 | 05:45

Warnschuss für die Sparer – Adidas, Nike, RYU Apparel

  • Adidas
  • nike
  • RYU Apparel
Bildquelle: pixabay.com

Die Zeiten für Banken und Sparkassen in Deutschland werden immer härter. Jahrelang konnten sie klammheimlich Gebühren erhöhen und gingen von der stillschweigenden Zustimmung ihrer Kunden aus. Doch das wurde vom Bundesgerichtshof (BGH) verboten und bei einer Benachteiligung des Kunden, kann von einer stillen Zustimmung nicht ausgegangen werden. Auch das Urteil des BGH gegenüber der Commerzbank bzgl. der Berechnung von Vorfälligkeitsentschädigungen bei Kreditkündigungen (Az.: 17 U 810/19) stärkt die Rechte der Kreditnehmer. Doch wenn Banken und Sparkassen kaum noch Geld verdienen, werden sie zu Wackelkandidaten und damit aber auch die gesetzliche Einlagensicherung. Die Ratingagentur S&P stufte daher die Bonität vieler deutscher Kreditinstitute herab. Bringen sie daher jetzt ihr Geld in Sicherheit und beschäftigen sich mit Aktien und Sachwerten!

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: ADIDAS AG NA O.N. | DE000A1EWWW0 , NIKE INC. B | US6541061031 , RYU APPAREL INC. | CA74979J4072


 

Warnschuss als Chance genutzt

Das junge und preisgekrönte Unternehmen RYU Apparel (WKN: A2P9Z6 ISIN: CA74979J4072 Ticker: RYAA) hat sich auf hochwertige urbane Sport- und Freizeitbekleidung fokussiert. Das Coronajahr 2020 war für das innovative Modelabel hart und eine Insolvenz wäre ohne Kapitalerhöhung unvermeidlich gewesen. Doch Investor und CEO Fazari brachte das Unternehmen innerhalb weniger Monate wieder auf die Erfolgsspur zurück. Als erfolgreicher Serienunternehmer konnte Fazari sein Wissen perfekt bei RYU Apparel einbringen, Prozesse optimieren und viele Projekte skalieren. Durch Fokussierung auf den Onlinevertrieb und die Schließung von Filialen konnte Geld eingespart und neue Zielgruppen erreicht werden.

Auch über das ansprechende Unternehmensmotto „RYU – Respect Your Universe“ konnte der CEO zudem in den letzten sechs Monaten neue kreative Köpfe für das Unternehmen gewinnen. Neben dem Produktentwicklung steht auch das Branding von RYU zum Markenführer auf dem Programm. Die Bruttomarge soll sukzessive von derzeit 50% auf 70% ansteigen und die jährliche Wachstumsrate in den nächsten fünf Jahren soll 80% p.a. betragen. Das soll unter anderem mit einem neuen Produktlinienmanagement und häufigeren Produktneuheiten erreicht und durch SEO- und SEM-Maßnahmen befeuert werden. Übergeordnetes Ziel bei RYU Apparel bzw. CEO Fazari ist es, innerhalb der nächsten neun Jahre ein Milliardenunternehmen aufzubauen. Da die Aktie in den vergangenen Monaten zwischen 0,04 und 0,16 EUR je Aktie stark schwankte, sollte zu den aktuellen Kursen um 0,08 EUR mit Limit ein guter Einstieg möglich sein.

Leerverkäufer auf dem falschen Fuß erwischt

Die Aktie des Sportartikelherstellers Nike (WKN: 866993 ISIN: US6541061031 Ticker: NKE) konnte am vergangenen Freitag, den 25.06.2021, nachbörslich um fast 15% ansteigen. Was war geschehen? Im Markt herrschte aufgrund der Corona-Pandemie Unsicherheit, ob Nike überhaupt die avisierten Quartals- und Jahreskennzahlen erreichen konnte oder nicht. Doch Nike übertrifft sich selbst und läuft im sportlichen Wettbewerb den Erwartungen des Marktes davon. Auf Quartalsebene konnte der Umsatz zum Vorjahr um 96% auf 12,3 Mrd. USD wachsen. Gleichzeitig stiegen die Kosten aber nur um 69% auf 6,69 Mrd. USD an.

Der Rohertrag explodierte daher förmlich auf 5,66 Mrd. USD, was einem Anstieg von 140% zum Stichtag 31.05.2021 gegenüber dem Vorjahr entsprach. Der Nachsteuergewinn von 1,51 Mrd. USD entspricht auf die ausstehenden Aktien umgerechnet einem Gewinn von 0,93 USD je Einzelaktie. Leerverkäufer der Nike-Aktie dürften jedenfalls über das Wochenende sehr unruhig geschlafen haben, denn allein die Kurslücke von 16,56 USD bzw. 12,37% entspricht einer Marktkapitalisierung von 26,17 Milliarden USD.

Erwartungen steigen wieder

Durch die guten Zahlen von Nike wurde auch der Wettbewerber Adidas (WKN: A1EWW ISIN: DE000A1EWW0 Ticker: ADS) deutlich im Kurs nach oben gedrückt. Auch bei dem in Herzogenaurach ansässigen Sportartikelhersteller Adidas läuft es rund. Das Umsatzwachstum ist beeindruckend und mit einem Liquiditätspolster von ca. 4 Mrd. EUR ist das Unternehmen gut für Marktoportunitäten gewappnet. Am stärksten ist dabei trotz Boykottaufrufen das Wachstum in China. Ob dies aber nun weiter den Gesamtumsatz nebst hohen Umsatzmargen befeuern kann, wird erst mit Veröffentlichung der Q2-Zahlen sichtbar werden.

Die Marken- und Wachstumsstrategie „Own the Game“, die bis 2025 ausgelegt ist und den Konsumenten noch stärker in den Mittelpunkt stellt, dürfte sich aber positiv auf das Markenerlebnis der Käufer auswirken. Die Strategie dahinter, noch mehr Begeisterung und Identifikation mit Adidas hervorzurufen, sollte sich jedenfalls mit personalisierten Angeboten positiv auf Umsatz und Marge auswirken. Auch die Fokussierung auf den Direktvertrieb erhöht den Kundenkontakt und bis 2025 soll bereits die Hälfte des Umsatzes aus diesem Segment stammen.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

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Wer keinen engen Kontakt zu seinen Kunden hat und/oder im Internet nicht gefunden wird, der existiert für potentielle Käufer nicht und macht entsprechend auch keinen Umsatz. Die wegfallenden Wettbewerber erhöhen aber die Chance auf neue Marktanteile für die verbleibenden wettbewerbsfähigen Unternehmen.

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