Menü

25.10.2021 | 05:45

Wasser, Nahrung + 4.800% - BASF, 2G Energy, Water Ways Technologies

  • 2G Energy
  • BASF
  • Water Ways Technologies
  • Wasser
  • Ernährung
Bildquelle: pixabay.com

Die Menschheit raubt immer mehr Rohstoffe aus der Natur, ohne darauf zu achten, was übrig bzw. zurückbleibt. Oft werden Kraterlandschaften hinterlassen, auf denen sich Pflanzen nur langsam wieder ansiedeln können, sofern die Böden nicht sogar verseucht wurden. Doch noch viel gravierender ist der zunehmende Wassermangel auf dem Wasserplaneten Erde. Durch immer größere Städte wird auch immer mehr Grundwasser aus dem Umland abgezogen, was Felder und Wiesen vertrocknen lässt. Das ist selbst in Deutschland in etlichen Großstädten der Fall und der Unmut wächst daher auch hierzulande. Nachhaltigkeit wird daher nicht nur bei der Energieerzeugung oder Rohstoffgewinnung, sondern auch in der Wasseraufbereitung immer wichtiger.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Bode
ISIN: 2G ENERGY AG | DE000A0HL8N9 , Water Ways Technologies | CA9411881043 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111


 

Bewässerungssysteme für die Welt

Der wichtigste Rohstoff und Lebensmittel für den Menschen ist Wasser. Das knappe Gut wird immer kostbarer und der Kampf um das Wasser hat längst begonnen. Viele Staudammprojekte, ob am Nil, Euphrat, Tigris oder Mekong betreffen mehrere Länder und jedes der Länder hat Angst, dass der Nachbarstaat den Fluss des Lebenselixiers abstellen oder zumindest einschränken könnte. Doch selbst im sonst regenreichen Deutschland wird durch intensiven Wasserverbrauch durch Menschen, Landwirtschaft und Industrie das Wasser immer knapper. Viel Erfahrung beim Wasser sparen und effektiven Umgang mit dem kostbaren Gut hat der Wüstenstaat Israel. Kein Wunder, dass die dortigen Unternehmen viel Knowhow angesammelt haben und nun in der Welt vermarkten.

Eines dieser Unternehmen ist Water Ways Technologies (WKN: A3CRRX ISIN: CA9411881043 Ticker: WWT). Dieses implementiert und vermarktet das Spezialwissen mittlerweile weltweit, denn auch die Nachfrage nach Agrartechnologie und Bewässerungslösungen kommt auch aus der ganzen Welt. Egal ob China, Kanada, Latein- und Südamerika oder Afrika, Water Ways Technologies ist gefragter denn je. Mit Aufträgen aus aus Äthiopien über 375.000 CAD oder aus Peru über 975.000 CAD konnten nun schon wieder drei weitere Aufträge generiert werden. In Mexico soll eine 20 Hektar große Blaubeeranbauanlage bewässert, in China ein 1 Hektar großes Gemüsegewächshaus mit Bewässerungssystemen ausgestattet und in Kanada eine 26 Hektar Apfelplantage optimiert werden. Gesamtwert der Aufträge sind 570.000 CAD und diese will das Unternehmen im ersten Quartal 2022 abgearbeitet haben.

4.800 % mit 2G Energy

Die Erfolgsgeschichte von 2G Energy (WKN: A0HL8N ISIN: DE000A0HL8N9 Ticker: 2GB) ist ungebremst. Mit 119,60 EUR je Aktie setzt sich die Wachstumsgeschichte des Unternehmens und des Aktienkurses unvermindert fort. Über 4.800% aufwärts ging es seit dem Finanzcrash-Tief vom März 2009, als die Aktie zeitweilig für 2,60 EUR gehandelt worden ist. Unglaublich aus heutiger Sicht, doch nachdem nicht nur die Einstelligkeit, sondern seit gut einem Monat auch die Zweistelligkeit nachhaltig überwunden wurde, nimmt die Aktie nun wohl den nächsten Hunderter als Anlaufstelle ins Visier.

Als Profiteur der Energiewende ist die Nachfrage nach Blockheizkraftwerken ungebrochen. Mit dem Ausbau der Produktionskapazitäten sinkt zwar die Profitabilität kurzfristig, aber mittel- und langfristig kann nur so die Nachfrage im Ansatz bedient werden. Der Auftragseingang im dritten Quartal stieg laut Unternehmensmitteilung um 70% und die Auftragsbücher sind so voll wie seit 2018 nicht mehr. Die EBIT-Marge soll zwischen 6,0% bis 7,5% betragen und die Umsatzprognose wurde bei 250 bis 260 Mio. EUR belassen. Aber auch 2G Energy hat wie viele andere Unternehmen mit Materialengpässen zu kämpfen, sieht die Lage aber laut Vorstand als nicht bedrohlich an. Dennoch kann es immer mal wieder zu Auslieferungsverzögerungen kommen.

BASF nachhaltig unterwegs

Durch die stetig wachsende Weltbevölkerung wird nicht nur Wasser immer knapper, sondern auch Nahrungsmittel sind weltweit ungleich verteilt. Um die Produktivität in der Landwirtschaft stetig zu erhöhen, werden immer neue Pflanzensorten gezüchtet, aber auch neue Dünger und Pflanzenschutzmittel entwickelt. Auf diesem global wachsenden Markt ist auch die BASF (WKN: BASF11 ISIN: DE000BASF111 Ticker: BAS) mit mehreren Teilbereichen des Unternehmens aktiv. Unter anderem arbeitet die BASF mit Vipergen zusammen, um nachhaltige Pflanzenschutzmittel effizienter und schneller zu entwickeln. Dabei greift Vipergen zusammen mit der BASF erstmals auf eine Technologie zurück, die bisher bei der Suche nach pharmazeutischen Wirkstoffen eingesetzt worden ist. Durch die Partnerschaft mit Vipergen hält BASF die Exklusivrechte zur Vermarktung aller Produkte, die aus dieser Zusammenarbeit hervorgehen.

Auch mit der Firma Cargill arbeiten die Ludwigshafener zusammen. Hier sollen gemeinsam Futtermittelenzyme entwickelt und später auch gemeinsam vermarktet werden. Beide Firmen arbeiten bereits in Brasilien, im Nahen Osten und Afrika zusammen und die Kooperation soll auf andere Länder ausgeweitet werden. Adriano Marcon, der Chef des Bereichs Animal Nutrition bei Cargill sagte jüngst zur Kooperation: "BASF und Cargill werden gemeinsam Lösungen entwickeln, die eine bessere Nährstoffverwertung ermöglichen und unsere Kunden bei den großen Herausforderungen im Bereich Produktivität und Nachhaltigkeit unterstützen."


Fazit

Die Versorgung von Menschen mit Nahrung und Wasser wird immer wichtiger und kritischer, da immer mehr Menschen die Erde bevölkern. Bisher konnte die Forschung und Entwicklung immer wieder Lösungen für die drängenden Probleme der Menschheit finden. Investoren können davon mit den vorgestellten Unternehmen profitieren.


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:


Immer interessanter - BASF, K+S AG, Water Ways Technologies

Immer interessanter - BASF, K+S AG, Water Ways Technologies

Kommentar vom 25.11.2021 | 05:45

Der Anstieg der Rohstoffpreise ist mittlerweile in allen Unternehmen der Produktionswirtschaft angekommen. Etliche Unternehmen der Kunststoffindustrie haben bereits zum Jahresanfang 2021 die Force Majeure Klausel wegen Höherer Gewalt gezogen mit der Begründung von unvorhersehbaren Ereignissen. Wer diese Klausel als Unternehmen mit seinen Vertragspartnern nicht vereinbart hatte, der konnte auch seine Preise innerhalb der Vertragsdauer nicht anpassen. Doch sukzessive laufen diese Verträge aus und bei den Neuverhandlungen werden die gestiegenen Rohstoffpreise weitergegeben werden müssen. Wer an das Märchen der kurzfristigen Inflation glaubt, der wird spätestens im Jahr 2022 feststellen, dass dies doch der Realität entspricht.

Zum Kommentar


Politische Börsen haben kurze Beine - BASF, PuriflOH, Valneva

Politische Börsen haben kurze Beine - BASF, PuriflOH, Valneva

Kommentar vom 27.09.2021 | 05:45

Politische Börsen haben kurze Beine. Doch am Tag nach der richtungsweisenden Wahl in Deutschland und der Ungewissheit, welche Koalitionen sich bilden könnten, steigt die Unsicherheit und damit die Volatilität. Sofern die zukünftige Regierung nicht noch weiter in Richtung Bevormundung und staatliche Autokratie rutscht, dürften die mittelfristigen Auswirkungen als gering einzuschätzen sein. Doch kurzfristig dürften die Märkte auch noch Einflüsse der chinesischen Evergrande-Krise beeinflussen. Daher ist die Positionierung bei innovativen Unternehmen umso wichtiger, um zumindest sein Kapital in Sicherheit zu bringen.

Zum Kommentar


Wachstum ohne Ende! Sartorius, PVA Tepla, Water Ways Technologies

Wachstum ohne Ende! Sartorius, PVA Tepla, Water Ways Technologies

Kommentar vom 24.09.2021 | 05:45

Die Menschheit raubt immer mehr Rohstoffe aus der Natur, ohne darauf zu achten, was übrig bzw. zurückbleibt. Oft werden Kraterlandschaften hinterlassen, auf denen sich Pflanzen nur langsam wieder ansiedeln können, sofern die Böden nicht sogar verseucht wurden. Doch noch viel gravierender ist der zunehmende Wassermangel auf dem Wasserplaneten Erde. Durch immer größere Städte wird auch immer mehr Grundwasser aus dem Umland abgezogen, was Felder und Wiesen vertrocknen lässt. Das ist selbst in Deutschland in etlichen Großstädten der Fall und der Unmut wächst daher auch hierzulande. Nachhaltigkeit wird daher nicht nur bei der Energieerzeugung oder Rohstoffgewinnung, sondern auch in der Wasseraufbereitung immer wichtiger.

Zum Kommentar