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26.11.2019 | 07:23

Bilanzfälschung, Tarnkappenbomber, Kostenführer – Steinhoff, EXMceuticals, Tesla

  • EXM
  • Tesla
  • Steinhoff
Bildquelle: pixabay.com

Das afrikanische Auslandsgeschäft des mutmaßlich insolvenzbedrohten Möbelkonzern Steinhoff International Holdings liefert gute Zahlen und durch signifikante Verkäufe wird überraschenderweise Liquidität zum geplanten Schuldenabbau aufgebaut. Auch Elon Musk mit seinem Tesla Cybertruck war für eine Überraschung der anderen Art gut. Er ging dabei nicht nur auf der PR Seite in die Vollen, sondern kurbelte auch ohne Splitterschutz für Scheiben die Nachfrage und Vorbestellungen des neuen Autos an. Ob das auch ausreicht endlich Gewinn zu erzielen wird man in 2020 sehen. Auf die Gewinnerzielung in 2020 fokussiert sich derweil EXMceuticals und zwar in Höhe der aktuellen Marktkapitalisierung. Daher sind heute 3 Aktien im Fokus.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Dr. Tim Faustmann
ISIN: NL0011375019


 

Zockerpapier Steinhoff

Die nicht endende Geschichte der durch Bilanz- und Urkundenfälschung bekannten holländischen Aktiengesellschaft Steinhoff (WKN: A14XB9) setzt sich weiter fort. Auf der letzten Hauptversammlung wurden Desinvestments in Australien und Großbritannien bekannt gegeben, um Liquidität frei zu setzen und Gläubiger bedienen zu können. Das Australiengeschäft wurde zu knapp 2/3 verkauft und es werden nur noch die profitabelsten 319 Geschäfte betrieben. Auf dem englischen Markt wurden 500 Geschäfte verkauft. Etwas überraschend lieferte die südafrikanische Tochter Pepkor Holdings, an der Steinhoff zu 71% beteiligt ist, gute Zahlen ab. Das mit über 5.300 Niederlassungen in 12 afrikanischen Ländern tätige Unternehmen, wird an der Börse mittlerweile mit ca. 3,8 Mrd. Euro bewertet

EXMceuticals – Kostenführerschaft am Cannabismarkt

Das junge Cannabisunternehmen EXMceuticals Inc. (WKN: A2PAW2) hat von Anfang an einen klaren und effizienten Wachstumspfad beschritten. Bei der Standortwahl fokussierte sich EXMceuticals Inc. auf die natürlichen Anbaubedingungen der Cannabispflanze. In Afrika fokussierte sich das Unternehmen auf Uganda und erwartet bis Ende März 2020 die Anbaulizenz für Malawi, wo die Pflanze ebenfalls ganzjährig im Freien wachsen und gedeihen kann. Der Anbau in Afrika ermöglicht EXMceuticals Inc. drei bis vier Erntezyklen im Jahr. Aus der Pflanze werden vor Ort die Öle extrahiert und von dort aus nach Portugal ausgeführt und CBD und THC Anteile voneinander getrennt. Als nächsten Schritt will das Unternehmen bis Mai 2020 die Vermarktungslizenz innerhalb der europäischen Union erhalten, um damit den europäischen CBD (Cannabidiol) Absatzmarkt beliefern zu können. Ab 2020 soll Gewinn erwirtschaftet werden, laut Geschäftsplan des neuen CEO und langjährigen Investmentmanager Jonathan Summers und die aktuelle Marktkapitalisierung rechtfertigen. Das soll u.a. an der nagestrebten Kostenführerschaft durch optimale Wachstumsbedingungen von Cannabis im südlichen Afrika sowie der professionellen Verarbeitung in dem eigenen Labor am portugiesischem Standort liegen. Bis dahin muß das Unternehmen aber noch weiteres Kapital einwerben um die Pläne umzusetzen.

Storytelling – Tesla & Elon Musk

Elon Musks neuer Tarnkappenbomber oder Cybertruck, wie ihn Tesla (WKN: A1CX3T) selber nennt, musste in den vergangenen Tagen viel Häme und Spott u.a. von Wettbewerbern wie BMW (WKN: 519000) einstecken. Der beworbene Pick-Up, dessen Panzerglas nicht wie gedacht den Kugelbeschuss Stand hielt, sondern einriss und splitterte, wurde zu einem riesigen PR-Gau oder war genau dies angedacht? Elon Musk ist bekanntlich viel zuzutrauen und genauso wie die Kugeln im Panzerglas einschlugen, genauso schnellte die Quote der Vorbestellungen nach oben. Mittlerweile dürfte die 200.000ste Vorbestellung über den Ticker laufen. Denn auch wenn viele etablierte Autohersteller über das Design lachen mögen, den richtigen Tesla-Fan schreckt eine kaputte Scheibe nicht vom Kauf/Vorbestellung inklusive Anzahlung ab. Wird Tesla seine Kritiker zum schweigen bringen und die Aktie demnächst in den Rally-Modus übergehen?


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die HFC Hanseatic Financial Contor GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der HFC Hanseatic Financial Contor GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


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